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19. September 2021

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aus einem alten Fahrrad-Kinderanhänger umgebaut…

geschrieben von a2011 am 19. September 2021 um 15:29.

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am 19.09.2021 fand die Fahrraddemo für Kinder in Augsburg statt. Für eine Stadt, in der Kinder sicher mit dem Fahrrad fahren können.

Es gab dabei einen Ausblick auf die Stadt von morgen, heute hat sie schon in echt stattgefunden. Rechts und links jetzt bitte noch Platz für Menschen statt KFZ, Sitzgelegenheiten, Aufenthaltsbereiche, Infrastruktur für Menschen …

geschrieben von a2011 am 19. September 2021 um 15:26.

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mensch kann da einfach vorbeikommen und sich engagieren, in verschiedenen Formen. Und Infomaterial bekommen. Und sich in persönlichen Gesprächen informieren. Und im Camp übernachten.

geschrieben von a2011 am 19. September 2021 um 10:48.

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Das Holzkunstwerk am Augsburger Elias-Holl-Platz ist fertig. Der Künstler hat drei Woche daran geschraubt. Augsburger*innen durften Sprüche/Botschaften auf das Holz schreiben. Das Objekt wird einige Zeit dort stehen.

geschrieben von a2011 am 19. September 2021 um 10:12.

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ein Fahrrad, beklebt mit „Malerklebeband / Kreppband“. Warum? Keine Ahnung. Guter Diebstahlschutz, das Rad sieht nicht attraktiv aus…

geschrieben von a2011 am 19. September 2021 um 10:09.

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ein dickes US-Car mit Vollbeklebung

geschrieben von a2011 am 19. September 2021 um 10:06.

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einmal als S-Pedelec (E-Bike bis 45 km/h), einmal als „Bio-Bike“ ohne Motor. Wie wohl mit diesem Unterschied die gemeinsame Dienstfahrt funktioniert?

geschrieben von a2011 am 19. September 2021 um 10:04.

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das alte rostige schöne fahrbereite abgesperrte Fahrrad steht da schon lange und wurde zwischenzeitlich mit einem Flatterband geschmückt

geschrieben von a2011 am 19. September 2021 um 10:01.

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ein cooles selbst gebautes Augsburger Nebeneinandem.

geschrieben von a2011 am 19. September 2021 um 09:59.

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das war wohl ein sehr dringender Einsatz. Der dazu geführt hat, dass die Beamtin/er an dieser Stelle den Einsatzwagen abgestellt hat. Mit den auf den Fotos sichtbaren Konsequenzen.

geschrieben von a2011 am 19. September 2021 um 09:57.

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Dieser Fußweg ist übel. Eng, dunkel, laut. Notdürftig verbreitert mit einer Schippe Asphalt. Diese Kante war über die Jahre übel abgebröselt und kaputt. Jetzt wurde sie neu gemacht.

Was dieser Tunnel mindestens braucht: mehr Licht, Tempo 30.

geschrieben von a2011 am 19. September 2021 um 09:53.

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allerlei kreatives DIY Fahrradzubehör…

geschrieben von a2011 am 19. September 2021 um 09:48.

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Ein Radfahrstreifen muss nicht am Rand einer Fahrbahn angelegt werden, er kann auch in die Mitte gepinselt werden. Das ist eine sehr sichere Variante, da Überholen durch KFZ unmöglich wird.

geschrieben von a2011 am 19. September 2021 um 09:45.

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es ist immer das Gleiche: steht ein Fahrrrad mit Fahrradkorb längere Zeit am Hauptbahnhof, z.B. neben einer Bäckerei, wird der Fahrradkorb zum Mülleimer.

geschrieben von a2011 am 19. September 2021 um 09:43.

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no future hat heute eine andere Bedeutung als in den 80er-Jahren.

no future logo brennender Reifen

geschrieben von a2011 am 19. September 2021 um 09:41.

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Bei der Kidical Mass erobern große und kleine Radfahrende die Straßen von Augsburg. Warum? Weil auch Kinder gerne Radfahren! Es ist eine „kinderleichte“ Route , die auch für die Kleinsten geeignet ist. Sie umfasst eine Strecke von etwa 5 km und endet in der Nähe eines Spielplatzes. Eltern, Großeltern, die ganze Familie, Freund*innen und alle, denen Kinder und Fahrradfahren am Herzen liegen, können mitgebracht werden.

geschrieben von a2011 am 19. September 2021 um 09:36.

18. September 2021

Die Augsburger Zeitung

Bundesliga: FCA schlägt Gladbach 1:0

Der FC Augsburg kann sich durch einen hart erkämpften Sieg gegen Borussia Mönchengladbach drei verdiente Punkte gutschreiben lassen und befindet sich somit nach dem 5. Spieltag mit fünf Punkten in ruhigeren Gewässern. Den Siegtreffer erzielte Florian Niederlechner nach einem feinen Zuspiel von Ruben Vargas (80.).

Von Siegfried Zagler

Der FCA zeigte in der ersten Halbzeit eine ausgezeichnete Defensivleistung und ließ die Gladbacher Spitzenkräfte weder in der Mitte noch auf den Flügeln zur Entfaltung kommen. Sehr früh wurden die Räume zugestellt und oft erfolgreich Druck auf die ballführenden Spieler ausgeübt. Schade nur, dass der FCA mit frühen Ballgewinnen nicht viel anfangen konnte und oft überhastet das Leder wieder verlor. In der 30. Minute hatte Gladbach Glück als Ruben Vargas eine Nachlässigkeit von Florian Neuhaus zur Balleroberung nutzte und allein auf das Gladbacher Tor zulief, doch Schiedsrichter Florian Badstübner war der Ansicht, dass Vargas Neuhaus foulte. Keine Muss-Entscheidung. “Der Schiedsrichter hätte das Spiel laufen lassen sollen, um später in Ruhe am Bildschirm zu entscheiden”, sagte FCA-Manager Stefan Reuter zutreffenderweise direkt nach Spielende. Gladbach ist bisher spielerisch überlegen, die besseren Torchancen hat allerdings der FCA.

Pfostentreffer von Caligiuri

In der 36. Minute verpasst Reece Oxford knapp eine Freistoßhereingabe von Daniel Caligiuri um Zentimeter. In der 43. die gleiche Standardsitution. Doch diesmal zirkelt Caligiuri den Ball an den langen Außenpfosten, den Abpraller kann der mit geeilte Gumny nicht verwerten. Das waren die beiden bemerkenswerten Chancen einer insgesamt zerfahrenen ersten Halbzeit, in der der FCA in der eigenen Hälfte nichts anbrennen ließ und vorne wie gewohnt zu ungenau agierte.

In der Zeiten Halbzeit hatte der FCA zu Beginn Glück als nach einer starken Kombination die Gladbacher in Führung gehen, doch Gladbachs Plea stand mit der Fußspitze im Abseits. Der Treffer wurde zurecht aberkannt. Gladbach in der Folge besser. Die technische Überlegenheit der Fohlen machte sich mit mehr Ballbesitz bemerkbar – und daraus resultieren mehr Eckbälle und Freistöße für die Rheinländer, ohne dass dabei zählbares heraussprang. Gefährlicher bleibt der FCA: In der 64. Minute wird Neuzugang Andi Zeqiri von Vargas genial geschickt, doch Zeqiri bringt nicht die nötige Geschwindigkeit mit, muss am Strafraum ins Dribbling, das er prompt verliert. Wenig später wurde der enttäuschende Schweizer durch Florian Niederlechner ersetzt, der neun Minuten später von Hahn freigespielt wurde und ähnlich kläglich wie Zeqiri an der Gladbacher Notverteidigung scheitert.

Tooor für Augsburg! 

Doch der FCA spielte wieder auf Augenhöhe mit, lässt sich zwar ein wenig zu weit nach hinten drücken (71% Ballbesitz für Gladbach) kontert aber mit langen Bällen nicht ungefährlich und in der 80. Minute fällt tatsächlich die Augsburger Führung. 

Zum ersten Mal ließ die Gladbacher Abwehr einen langen Ball auf der rechten Seite durchrutschen. Vargas lief bis zur Außenlinie und passte überlegt zu Niederlechner zurück, der den Ball direkt ins kurze Eck drückt. 1:0 für den FCA. In den verbleibenden 13 Minuten ließ der FCA mit seiner starken Defensive nichts mehr anbrennen.

Am Ende feiert das begeisterte Augsburger Publikum den hart erkämpften Dreier, den man durchaus als verdient bezeichnen darf. Festzuhalten bleibt jedoch, dass der FCA aus einer starken Defensive heraus im Spiel nach vorne zu fehlerhaft agiert.

Am Sonntag, den 26. September ist der FCA in Freiburg zu Gast (17.30 Uhr).

FCA: Gikiewicz – Gumny, Gouweleeuw, Oxford – Framberger (68. Cordova), Dorsch, Iago (44. Pedersen) – Caligiuri (84. Maier), Hahn – Zeqiri (68. Niederlechner), Vargas (84. Jensen).

geschrieben von sz am 18. September 2021 um 15:43.

17. September 2021

Die Augsburger Zeitung

Frank Pintsch: Ordnungsreferent ohne Fehl und Tadel

Mit Frank Pintsch hat die Stadt Augsburg seit langer Zeit wieder einen Ordnungsreferenten im Amt, der einen guten Job macht.

Von Siegfried Zagler

Frank Pintsch – Foto: Stadt Augsburg/Ruth Plössel

An dieser Stelle soll daran erinnert werden, dass die Stadt mit einer langen Reihe von schwachen Ordnungsreferenten geschlagen war. Spreitler (SPD), Reisser (CSU), Kirchner (SPD), Böhm (CSU) sind Namen, die ein gewisses Unbehagen hervorrufen, wenn man sich erinnert.

Längere Zeit lag das Amt in der Gribl-Ära brach und wurde von Umweltreferent Rainer Schaal nebenher betrieben, bis Volker Ullrich in die Bresche sprang, die Böhm hinterließ.  Volker Ullrich (CSU) und sein Nachfolger Dirk Wurm (SPD) hatten Schwierigkeiten Profil zu gewinnen, da Oberbürgermeister Kurt Gribl dazu neigte, Probleme, die in ihr Ressort fielen, zur Chefsache zu erklären. Enttäuscht haben sie nicht, aber die nächtliche Maximilianstraße bekamen sie nie richtig in den Griff.

Daran will sich nun Frank Pintsch messen lassen, wie er in Bürgergesprächen mit Anwohnern zu Protokoll gab. Nach den Ausschreitungen des Partymobs befriedete Pintsch mit Sperrungen und späteren Ordnungsmaßnahmen im klassischen Sinn. Auf längerfristige Lösungen, auf eine befriedete nächtliche Maximilianstraße darf man wieder hoffen, nachdem jede Hoffnung längst begraben war. Die von der Stadtregierung beschlossene Sperrung des Autoverkehrs passt in diesem Zusammenhang ebenfalls ins Konzept.

Überzeugt hat Pintsch nun auch bei der Brandbekämpfung in der Karolinenstraße. Ein gefährliches Katastrophenszenario im Herzen der Stadt, ein Feuer, das nur mit höchstem Aufwand von der Feuerwehr gelöscht und in Schach gehalten werden konnte. Die Bürger der Stadt hielten tagelang den Atem an, teilweise im wahrsten Sinn des Wortes, da sich sich die Rauchentwicklung und der Brandgeruch über viele Stadtteile legte. Tagelang, nächtelang hielten Glutnester die Feuerwehr und die Polizei auf Trab. Die Innenstadt wurde großräumig abgesperrt, die Bevölkerung über den Stand der Dinge stets zeitnah und mit großem Aufwand informiert. Löschmittel der Feuerwehr gelangte in das Trinkwassersystem des Domviertels. – Dass man bei einem Katastrophenszenario dieses Ausmaßes vieles falsch machen kann, liegt auf der Hand. Dass dies nicht geschah, lag in erster Linie an der Koordinationstätigkeit des von Pintsch gebildeten und geleiteten Krisenstabes, der Tag und Nacht arbeitete.

Ordnungsreferent Frank Pintsch und Bürgermeisterin Martina Wild befanden sich am Tag des Brandausbruchs (Freitagabend vergangener Woche) bis 2 Uhr nachts vor Ort, um mit den Leitstellen der Feuerwehr und der Polizei die ersten Koordinationsmaßnahmen zu beschließen.

Alles funktionierte reibungslos und effizient. Neben Pintsch gehörten aus der aktuellen Stadtregierung Baureferent Gerd Merkle, Bürgermeisterin Martina Wild und Roland Barth dem Krisenstab an. Barth leitet nicht nur das Finanzreferat, sondern ist auch Stellvertreter von Ordnungsreferent Pintsch. Das Technische Hilfswerk und die Statiker der Bauordnungsamtes begleiteten und begleiten die Abrissarbeiten des Gebäudes. Nach dem Regen geht Pintsch nun davon aus, dass alles ruhig bleibt und die Abbruch- und Aufräumarbeiten zu Ende gebracht werden können.

Oberbürgermeisterin Eva Weber befand sich im Urlaub, wurde ständig über das Geschehen informiert und entschied sich gegen eine Rückkehr. Wenn die Katastrophe in der Karolinenstraße eine Erkenntnis gebracht hat, dann eine politische: Augsburg hat wieder einen Ordnungsreferenten, mit dem sich Staat machen lässt.

 

 

geschrieben von sz am 17. September 2021 um 12:04.

16. September 2021

Die Augsburger Zeitung

Coronavirus in Augsburg: 107 Neuinfektionen 7-Tage-Inzidenz in Augsburg bei 143,3

Die Coronapandemie bleibt weiter bedrohlich. Die Stadt Augsburg meldet 107 neue Covid-19-Fälle und zwei weiter Todesfälle.

Insgesamt hat das Gesundheitsamt bisher 20.459 Infektionen mit dem Coronavirus in Augsburg gemeldet. 19.136 Personen gelten als genesen, 913 sind aktuell infiziert, 410 Personen sind verstorben. Bei den beiden Verstorbenen, die dem Gesundheitsamt am Montag, 13. September, gemeldet wurden, handelt es sich um zwei Patienten der Jahrgänge 1970 und 1976. Die 7-Tage-Inzidenz im Stadtgebiet Augsburg liegt laut Robert Koch-Institut (RKI) aktuell bei 143,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

Ampelphase Grün

Die bayernweite Krankenhaus-Ampel steht weiterhin auf Grün. Das bedeutet: In den vergangenen sieben Tagen wurden bayernweit weniger als 1200 Covid-19-Patientinnen und Patienten in Krankenhäuser aufgenommen (Phase Gelb). Weniger als 600 Covid-19- Patientinnen und Patienten werden derzeit auf bayerischen Intensivstationen behandelt (Phase Rot).

Aktuelle Zahlen zum Impfen

Bis zum Mittwoch, 15. September, wurden in Augsburg 171.963 Personen bereits vollständig geimpft. Das entspricht 57,5 Prozent der Augsburger Bevölkerung. Weitere 8.404 Personen haben die Erstimpfung erhalten.

Dezentrale Impfmöglichkeiten

Dezentrale Impfmöglichkeiten bestehen aktuell in Lechhausen auf dem Platz vor dem Grünen Kranz (Neuburger Straße, gegenüber Schlössle) sowie vor der City-Galerie, Willy-Brandt- Platz 1. An beiden Standorten wird bis einschließlich Donnerstag, 30. September, jeweils montags bis freitags von 9 bis 15 Uhr ohne Termin geimpft.

Weiterhin besteht auch die Möglichkeit, sich im Impfzentrum ohne Termin impfen zu lassen: Sonntag bis Freitag 14 bis 18 Uhr, Samstag 9 bis 19 Uhr. In der kommenden Woche gibt es außerdem die Möglichkeit, sich im KKLUB, Gögginger Str. 10, impfen zu lassen. Die Impfaktion findet am Mittwoch, 22. September, von 20 bis 23 Uhr statt.

geschrieben von sz am 16. September 2021 um 21:40.

Wer zieht aus Augsburg und Umgebung in den Bundestag ein?

Die üblichen Verdächtigen und ein Neuling, nämlich der FDP-Mann Maximilian Funke-Kaiser, werden sehr wahrscheinlich als Mandatsträger aus Augsburg nach dem 26. September die Interessen der Stadt im Bund vertreten. 

Von Siegfried Zagler

Volker Ullrich (Wahlplakat) Foto: DAZ

In neun Tagen wird der neue Bundestag gewählt. Am 26. September kurz nach 18 Uhr werden die ersten Hochrechnungen wohl bestätigen, was die Umfragen aller Institute seit Wochen als Trend erkennen lassen: Die SPD obenauf (26%), die Union im freien Fall (21%), die Grünen ohne Chance auf das Kanzleramt (16%), die FDP als Mätresse für alle Fälle (11%) und die Linken (6%) als Option für RotGrünRot. Dann gibt es noch eine Partei jenseits aller Koalitionsoptionen, nämlich die AfD (11%), die sich von Rassismus und Ressentiments nährt.

Diese Parteien vertreten aktuell mit ihren Abgeordneten im Bundestag das Volk. Daran wird sich wohl auch nach dem 26. September nichts ändern. Eine Minimalchance dürfen sich die Freien Wähler (3%) ausrechnen. Eine Partei, dessen Bundesvorsitzender Hubert Aiwanger als Bayerns stellvertretender Ministerpräsident und Wirtschaftsminister bei den Impfskeptikern Staat macht, indem er sich nicht impfen lässt.

Ulrike Bahr (Wahlplakat) Foto: DAZ

Was bedeutet dieser sehr wahrscheinliche Erdrutsch für die Politik in Augsburg und im Landkreis Augsburg? Was für die Politiker, die die Augsburger Wahlkreise in Berlin vertreten wollen? Für den Landkreis Augsburg wenig. Im Wahlkreis 253 wird Direktkandidat Hansjörg Durz (CSU) wohl mit großem Vorsprung das Rennen machen. Rainer Kraft (AfD) wird über den Wahlkreis Augsburg Land ein zweites Mal in den Bundestag einziehen. Kraft belegt auf der AfD-Landesliste den 8. Platz. Für diese Prognosen braucht man keine magische Glaskugel. Käme es anders, könnte man in der Zukunft auf Wahlumfragen verzichten. Spannend könnte die Frage werden, ob die Stadtbergerin Heike Heubach über die Landesliste der SPD den Sprung in den Bundestag schafft. Sie steht dort auf Platz 24. Sollte sich der Trend der SPD bis zum Wahlabend halten, wäre Heubach knapp drin.

Im Wahlkreis 252 Augsburg/Königsbrunn begibt sich Volker Ullrich (CSU) als Favorit auf die letzte Meile des Rennens. Ullrich wird das Rennen der Direktkandidaten wohl gewinnen, was auch damit zu tun hat, dass weder die Direktkandidatin der SPD Ulrike Bahr, noch die Grüne Direktkandidatin Claudia Roth sich ernsthaft um ihr erhaltenes Direktmandat bewerben. Bahr (Platz 16 auf der Landesliste) und Roth (Platz 1) werden nämlich sicher über die Landeslisten ihrer Parteien in den Bundestag einziehen.

Claudia Roth (Wahlplakat) Foto: DAZ

Auf der Rechnung haben sollte man bei dieser Wahl FDP-Mann Funke-Kaiser. Alexander Meyer geht nach einem internen Putsch im Augsburger Kreisverband als FDP-Direktkandidat ins Rennen – mit eher theoretischen Chancen. Ganz anders verhält es sich bei Maximilian Funke-Kaiser, der als Bayern-Vorsitzender der FDP-Jugendorganisation Julis auf Platz elf der Landesliste gewählt wurde. Aufgrund der aktuellen FDP-Werte darf man davon ausgehen, dass der in Augsburg lebende Funke-Kaiser ziemlich sicher in den Bundestag einzieht. Funke-Kaiser war im vergangenen Herbst bei der FDP-internen Wahl zum Augsburger Direktkandidaten Meyer unterlegen, wurde aber im Wahlkreis Donau-Ries von seiner Partei als Listenkandidat aussichtsreich gesetzt. Mit Ullrich, Bahr, Roth und Funke-Kaiser wäre die Stadt Augsburg mit vier Mandaten im Bundestag vertreten – vorausgesetzt die aktuellen Prognosen bilden das Wahlergebnis ab.

Ebenfalls nur theoretische Chancen darf man Frederik Hintermayr (Linke) attestieren. In Bayern wie im Bund müssten die Linken deutlich zulegen, damit Hintermayr über die Listenliste (Platz 8) in den Bundestag einziehen könnte. Hintermayr hält auch das Direktmandat, ohne sich Chancen ausrechnen zu können.

Maximilian Funke-Kaiser (Wahlplakat) Foto: DAZ

Für die anderen Direktkandidaten gilt das Gleiche: Bernhard Müller (FW) Raimond Scheirich (AfD), Roland Kurschat (Die Partei), Emil Bauer (MLDP), Nelly Rüttiger (Volt), Klaus Jaeger (die Basis), Anna Weingart (V-Partei³), Anton Steinböck (BP), Alexander Mai (ÖDP), Alexandra Kolb (Aktion Bürger für Gerechtigkeit) und Ediz Sirin (parteilos). Für sie bedeutet die Bundestagswahl eine Plattform für sich selbst und ihre Parteien. Ihre Chancen bei der Wahl ein Bundestagsmandat zu erhalten, gehen gegen null.

geschrieben von sz am 16. September 2021 um 21:26.

15. September 2021

Die Augsburger Zeitung

Ungewöhnliche Entdeckungen: Themenführung durch das Stadtarchiv

„Ungewöhnliche Entdeckungen im Stadtarchiv“ lautet das Motto der Themenführung am 20. September.

Unter den Akten des Stadtarchivs stößt man immer wieder auf Skurrilitäten aus Augsburgs Vergangenheit, vom kaiserlichen Haarschopf bis zum preisgekrönten Riesenochsen. Solche Fundstücke aus dem Bereich der Nachlässe und Sammlungen stehen im Mittelpunkt der Führung, die darüber hinaus einen Einblick in die Magazine und die Arbeitsweise des Stadtarchivs vermitteln soll.

Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind hierzu herzlich eingeladen. Eine Voranmeldung ist erforderlich unter Telefon-Nr. 0821 324- 34155 oder stadtarchiv@augsburg.de.

Es gilt die 3-G Regelung. Bitte zur Veranstaltung den Nachweis für geimpft/genesen/getestet sowie eine Maske mitbringen. ÖPNV: Linie 6, Haltestelle: Textilmuseum. Begrenzte Parkplätze am Stadtarchiv und vor dem Textilmuseum.

geschrieben von sz am 15. September 2021 um 17:37.

Brandherd in Karolinenstraße keine Gefahr mehr für öffentlichen Raum

Der Großbrand in der Karolinenstraße stellt keine Gefahrenlage mehr für den öffentlichen Raum dar.

Foto: DAZ

Der kontrollierte Einsturz des Giebelrestes in der vergangenen Nacht ist wie geplant erfolgt. Da aktuell noch einmal Glutnester gelöscht werden mussten, findet in der Nach zum Mittwoch noch eine Brandnachschau statt. „Das ist im Rahmen des alltäglichen Feuerwehrgeschäftes ganz normal“, so Ordnungsreferent Frank Pintsch.

Nachbarhäuser nur kurzfristig betretbar

Weil bei einem Rückbau der Brandruine Schäden am Nachbarhaus Nr. 13 nicht ausgeschlossen werden können, darf dieses Haus derzeit nicht bewohnt werden. Gleiches gilt für das Dachgeschoss des Nachbarhauses Nr. 17. Beide Nachbarhäuser dürfen auf Weisung des Bauordnungsamtes allenfalls kurzfristig betreten werden.

Sperrzone wird erheblich verkleinert

Mit dem Ende der so genannten Sicherheitslage, mit dem die Verantwortlichkeit jetzt wieder vollständig auf den Eigentümer des Hauses übergeht, wird auch die Sperrzone um den Brandherd nach und nach verkleinert. Sie gilt nur noch für die Häuserzeile 13 bis 17, die eingerüstet werden muss und absehbar rund drei Meter weit in den Straßenraum ragen wird.

Priorität: Gehwege, Nahverkehr und Geschäfte

Sobald das dort lagernde Kies-Sandgemisch abtransportiert ist, werden umgehend die Gehwege auf der östlichen Seite der Karolinenstraße wieder geöffnet. Die Stadt peilt Dienstagnachmittag,14. September, an. Die Gehwege auf der westlichen Seite bleiben noch den ganzen Dienstag gesperrt. Sobald das Baufeld sicher abgegrenzt ist, werden auch auf der Westseite die Gehsteige wieder geöffnet. Ziel für den öffentlichen Nahverkehr ist, dass die Tramlinien 1 und 2 spätestens bis Ende dieser Woche wieder durch die Karolinenstraße fahren können. Für die in der Straße ansässigen Geschäfte und gastronomischen Betriebe ist am Dienstag noch keine Anlieferung wie gewohnt möglich – bestenfalls im Kleineren Rahmen, etwa im nördlichen Teil der Straße. Inhaberinnen und Inhaber ehrhalten dazu Informationen von der Wirtschaftsförderung der Stadt Augsburg.

Spendenkonto der Bürgerstiftung „Beherzte Menschen“

Vor dem Hintergrund einer beachtlichen Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung, steht für Spenden der vom Brand Betroffenen das Konto der Bürgerstiftung „Beherzte Menschen“ zur Verfügung. Die Kontodaten lauten: IBAN DE22 7205 0000 0000 0263 69. Verwendungszweck „Brand“. Die Modalitäten der Auszahlung werden zwischen der Stiftung und dem Sozialreferat der Stadt Augsburg festgelegt.

Stadt unterstützt Brandgeschädigte bei Wohnungssuche

Das Sozialreferat ist zudem Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger, die von dem Großbrand des Hauses Nr. 15 in der Karolinenstraße betroffen sind. Ansprechpartner Roland Juraschek (Tel. 0821 324 3041) ist vor allem bei der Suche nach neuen Wohnungen und Unterkünften für die Übergangszeit behilflich. Sachspenden hingegen nimmt das Sozialreferat keine entgegen.

geschrieben von sz am 15. September 2021 um 15:02.

14. September 2021

Die Augsburger Zeitung

Wieder Rauch in Karolinenstraße

Der Brand in der Karolinenstraße zieht sich in die Länge. Erneut dringt dichter Rauch aus dem vom Feuer zerstörten historischen Gebäude, das vor dem Abriss steht.

Aktuell sollen Anwohner in der näheren Umgebung Türen und Fenster geschlossen halten sowie ihre Klimaanlagen mit Außenlüftung abschalten. Die Rauchentwicklung begann bereits heute Vormittag und sorgte auch in der weiteren Umgebung für einen kokelige Luftatmosphäre. Am Abend verstärkte sich die Rauchentwicklung. Die Feuerwehr führt das auf verborgene Glutnester zurück, die nun durch die heutige Wärme mit Wind aufflackern.

geschrieben von sz am 14. September 2021 um 17:29.

12. September 2021

Die Augsburger Zeitung

FCA wartet weiter auf den ersten Dreier

Trotz des zweiten torlosen Unentschiedens im zweiten Auswärtsspiel bei Union Berlin läuft der FCA seinen eigenen Ansprüchen weiter hinterher.  Zwar stimmten Einsatz und Moral gegen die Eisernen in der Alten Försterei, doch ändert der Punktgewinn nichts am schlechtesten Bundesligastart seit sechs Jahren.

Von Udo Legner

Historische Fan-Choreografie: Aktuell wünscht man sich, dass der Augsburger Sturm “erwacht”.

Das Spiel gegen Union Berlin stand schon allein wegen des Vereinswechsels der Torhüter Andreas Luthe und Rafal Gikiewicz unter besonderen Vorzeichen. Hinzu kam, dass es der  FCA war, der dem Team von Urs Fischer vor fast genau einem Jahr (3:1 am 18.9.2020) die letzte Heimniederlage beigebracht hatte. 

Vor gut 11.000 Zuschauern und endlich wieder vor angereisten FCA-Fans – es galt die 3-G Regel – stand beim FCA erstmals wieder Kapitän Gouweleeuw (für Udokhai) in der Startelf. Zudem lief für Gruezo Raphael Framberger auf. 

Offensivere Aufstellung beim FCA 

Wohl aufgrund der massiven Kritik an der allzu defensiven Auf- und Einstellung hatte FCA-Coach Markus Weinzierl von der 4-2-3-1 Formation auf die offensivere 3-3-2-2 Formation umgestellt – mit der Folge, dass sich Iago im Vergleich zum letzten Heimspiel gegen Leverkusen eher nach vorne und Dorsch eher nach hinten orientierte.

Diese Marschroute einer kompakten Defensive im Verbund mit frühem Pressing, schnellem Umschaltspiel gefolgt von offensiven Nadelstichen versuchte der FCA vom Anpfiff an zu beherzigen. Bereits nach fünf Minuten tauchte Florian Niederlechner gefährlich vor dem Gästetor auf, scheiterte aber an dem ehemaligen FCA-Schlussmann Luthe. Auf der Gegenseite kamen die Eisernen in der höchst abwechslungsreichen Anfangsviertelstunde zu ihren ersten Chancen, die sie nicht zuletzt den Unsicherheiten des FCA-Keepers zu verdanken hatten. 

Gießelmann scheiterte in der 9. Minute erstmals am Augsburger Keeper und hatte mit seiner Direktannahme erneut den Führungstreffer für die Eisernen auf dem Fuß, doch sein Schuss konnte von Gikiewicz (12.) gerade noch an den Pfosten gelenkt werden. In der 16. Minute hatten die Eisernen das Glück auf ihrer Seite, als André Hahns Schuss von Florian Niederlechner abgefälscht wurde und über das Berliner Gehäuse strich. 

Dass die Augsburger den Berlinern bislang Paroli bieten konnten, lag nicht zuletzt an der positiven Zweikampfbilanz: Nach 25 Minuten sah die Statistik den FCA mit 30:20 gewonnen Tacklings klar in Front. Die nächsten Möglichkeiten für den  FCA in Führung zu gehen, hatten im Minutentakt erst Iago (31.) und dann Oxford (32.). Beide Abschlüsse wurden von Union-Keeper Andreas Luthe spektakulär pariert. Bis zur Halbzeitpause waren die zwei gelbe Karten – zuerst für Reece Oxford, dann für Rani Khedira auf der Gegenseite – die einzigen Farbtupfer in einem Spiel, dem es hüben wie drüben nur an einem fehlte: dem konsequenten Verwerten der Torchancen.

Fazit zur Halbzeit: Ein Spiel mit intensiven Zweikämpfen, bei dem die beiden Torhüter mehr und mehr in den Mittelpunkt rückten und das torlose Unentschieden festhielten..

Der Start in die zweite Halbzeit war für den FCA so fulminant wie vielversprechend: Nach schöner Kombination von Iago und Vargas auf der linken Außenbahn setzte Niederlechner die Flanke des Schweizer Nationalspielers per Flugkopfball nur knapp am linken Pfosten vorbei. Nach einer guten Stunde Spielzeit versuchte Markus Weinzierl mit einem Doppelwechsel (63. Sergio Córdova für Niederlechner; Andi Zequiri für Vargas) dem Offensivspiel der Augsburger neuen Schwung zu geben. 

Alu-Glück für den FCA

Die Großchance zum Führungstreffer gab es jedoch erst einmal auf der Gegenseite, doch zum Glück für den FCA ging Arne Friedrichs Kopfball gegen die Latte. Bei den nächsten Torchancen für den FCA standen die beiden eingewechselten Spieler im Mittelpunkt, doch weder Cordova (67. Volleyschuss aus kurzer Distanz)  noch Zequiri (83. Flachschuss neben das Tor) konnten der Augsburger Torflaute ein Ende setzen. Nach dem Motto „Aller guten Dinge sind drei“, landete – aus Sicht des FCA – ein weiterer Abschluss der Eisernen am Augsburger Torpfosten. Iago hatte gegen den Ex-Bielefelder Voglsammer das Nachsehen, der den Ball (73.) an den linken Pfosten schlenzte.

So blieb es im Stadion an der Alten Försterei beim leistungsgerechten torlosen Unentschieden. Für den FCA heißt es nun, den Punktgewinn im nächsten Heimspiel gegen das Team aus Mönchengladbach (Samstag, 15.30 Uhr) durch einen ersten Saisonsieg zu vergolden und den Worten von Neuzugang Niklas Dorsch endlich Taten folgen zu lassen. „Defensiv haben wir es richtig, richtig gut gemacht. Jetzt brauchen wir einfach noch das letzte Quäntchen, um vorne eins zu machen.” 

FCA: Gikiewicz – Gumny, Gouweleeuw, Oxford – Dorsch (90.+1 Arne Maier) – Framberger, Hahn (78. Pedersen), Caligiuri (78. Jensen), Iago – Niederlechner (63. Cordova), Vargas (63. Zeqiri)

geschrieben von sz am 12. September 2021 um 11:02.

Nachruf: Markus Arnold ist tot

Markus Arnold ist tot

Markus Arnold – Foto: privat

Markus Arnold zog 2014 für die FDP in den Augsburger Stadtrat ein und brachte den Augsburger Kreisverband der Liberalen mit der CSU auf Tuchfühlung, indem er in die CSU-Fraktion wechselte – als Hospitant bei der CSU in der Meinungsbildung mitwirkte und mit seiner unbequemen aber stets korrekten Art nicht ohne Einfluss war. Im Lauf der Stadtratsperiode trat er aus der FDP aus und der CSU bei, weshalb die FDP in dieser Zeit nicht im Augsburger Stadtrat vertreten war.

Markus Arnold war in der Immobilienbranche tätig und galt als finanziell unabhängig. Seine großzügige Spendenbereitschaft ließ auch nach seinem Ausscheiden aus dem Stadtrat (2020) nicht nach. Auch sein freundschaftliches Verhältnis zu Journalisten und Medienvertretern brach nach Beendigung seiner politischen Laufbahn nicht ab. Zuletzt wurde er selten in der Öffentlichkeit gesehen, hielt aber seine Kontakte über Telefon und soziale Medien aufrecht.

Markus Arnold wäre im November 46 Jahre alt geworden. In der Nacht von Freitag auf Samstag verstarb er in seiner Wohnung völlig überraschend an Herzkreislaufversagen.

geschrieben von sz am 12. September 2021 um 10:06.

11. September 2021

Die Augsburger Zeitung

Großbrand in der Karolinenstraße: Die Lage ist ernst

Die Lage in der Karolinenstraße ist ernst. Der Großbrand, der am gestrigen Spätnachmittag in einem denkmalgeschützten Haus ausgebrochen ist, ist zwar unter Kontrolle, aber noch immer nicht gelöscht. Die Stadt Augsburg hat zur Schadensbekämpfung einen Krisenstab gebildet, dem auch Feuerwehr, Polizei, Technisches Hilfswerk und Stadtwerke angehören.

Bildquelle: Berufsfeuerwehr Augsburg

Nach aktueller Lage befinden sich im Brand-Objekt, Karolinenstraße Nr. 15 noch immer Glutnester, an die von außen nicht heranzukommen ist. In Absprache mit Stadt, Denkmalschutz und Feuerwehr wurde deshalb heute, Samstagabend, in der Karolinenstraße eine Großbaustelle eingerichtet, die ab 21 Uhr in Betrieb gegangen ist. Dazu wird die Straße mit einem Sand-Kies-Gemisch aufgeschüttet – auch um die Tramgleise zu schützen – und verdichtet. Auf dieser Tragschicht wird ein Spezialbagger postiert, der über die bestehende Fassade hinweg die Glutnester aushebt.

Glutnester: Notfalls wird die die ganze Nacht gelöscht

„Diese Arbeiten dauern, bis die Glutnester gelöscht sind – notfalls die ganze Nacht“, so Ordnungsreferent Frank Pintsch. Die Stadt bittet die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner für diese unabdingbare Sicherheitsmaßname zur Brandbekämpfung um Verständnis. Das abgetragene Material aus dem Brandobjekt wird zur Zwischenlagerfläche für Aushubmaterial in der Schönbachstraße (Oberhausen-Nord) gebracht. Auch dabei kann es zu Beeinträchtigungen aufgrund von Lärm kommen. Die Stadt bittet auch hier die anwohnende Bevölkerung um verständnisvolle Nachsicht.

Ordnungsreferent Pintsch: Wir versuchen zu retten, was möglich ist

Aus Sicht des Denkmalschutzes wird mit dem Brand des Hauses das älteste Haus in der Karolinenstraße zerstört. Teile davon stammen aus der Mitte des 16. Jahrhunderts, die Fassade vom 1. Obergeschoss bis zur Traufe aus dem Jahr 1800. Besonders markant: der geschweifte Zwerchgiebel mit der Hausmadonnen- Figurennische samt Erkerbalkon in historisierenden Formen. „Wir versuchen zu retten, was möglich ist. Vor allem natürlich die wertvolle barocke Hausmadonna, die aus der Mitte des 18. Jahrhunderts stammt. Doch am wichtigsten ist jetzt, dass der Brand endlich gelöscht werden kann“, so Pintsch.

Karolinenstraße mehrere Tage lang gesperrt

In einer Allgemeinverfügung hat die Stadt die Sperrung der Karolinenstraße sowie der umliegenden Bereiche veranlasst. Dazu zählen die Passage zur Steingasse sowie die Bürgersteige und alle Verkehrsflächen. Diese Sperrung wird mehrere Tage andauern. Die dort ansässigen Geschäfte und gastronomischen Betriebe sind bis auf weiteres geschlossen. Inhaber erhalten dazu Informationen von der Wirtschaftsförderung der Stadt Augsburg. Aus Sicherheitsgründen können die Bewohner der Nebenhäuser Karolinenstraße 13 und 17 aktuell nicht in ihre Wohnungen oder Büros. Alle weiteren Liegenschaften sind für Bewohner und Bewohnerinnen zugänglich.

Die Allgemeinverfügung ist heute, Samstag, in Kraft getreten und wurde unter anderem unter www.augsburg.de/amtliche- bekanntmachungen veröffentlicht.

Trinkwasserwarnung für die nördliche Innenstadt

Weil einige Liter Löschschaum ins Trinkwasser gelangt sind, haben die Stadtwerke Augsburg für den Bereich der nördlichen Innenstadt zwischen Rathausplatz und Thommstraße eine Trinkwasserwarnung ausgegeben. Dieses ist bis auf Weiteres weder zum Trinken noch etwa zur Zubereitung von Babynahrung geeignet. Zum Waschen und Duschen kann es verwendet werden. Die Stadtwerke Augsburg empfehlen, in dem betroffenen Bereich das Wasser länger laufen zu lassen, um die Leitungen durchzuspülen. Ergebnisse zu den aktuellen Wasserbeprobungen werden umgehend gemeldet.

 

geschrieben von sz am 11. September 2021 um 20:11.

Sehnsuchtsort Kino ist nicht tot zu kriegen

Fast am gleichen Tag, an dem die 78. Internationalen Filmfestspiele Venedig begannen, ging das 15. Bayerische Fünf Seen Filmfestival zu Ende. Trends und Verlauf des bayerischen Kino-Spektakels geben Anlass, einen Blick auf die Situation und Perspektiven der Augsburger Programmkinos in und nach der Corona-Krise zu werfen.

Von Udo Legner

Bildquelle: Ruth Plössel/Stadt Augsburg

Während die Berlinale wegen der Corona-Pandemie von ihrem traditionellen Februartermin auf März und Juni verschoben werden musste und sich fast ausschließlich mit Streaming und Open-Air-Formaten zu behelfen hatte, profitierten das Münchner Filmfest (1. -10. Juli), das Fünf Seen Filmfest (18.-31.8.) und die Filmfestspiele in Venedig (1.-11. September) von ihren späteren Terminen. Nach achtmonatigem Corona-Lockdown (von November 2020 bis Ende Juni 2021) durften die Festivalkinos endlich wieder öffnen, wenn auch unter stets neuen Auflagen, die von Abstand, Maskenpflicht bis hin zu 3G-Auflagen reichten.

Dass sich das Publikum trotz all dieser Einschränkungen nicht vom Kinobesuch abschrecken ließ, ist Beleg dafür, dass der Sehnsuchtsort Kino nichts von seiner Faszination verloren hat. Das gemeinsame Filmerlebnis vor großer Leinwand ist für viele nach wie vor das Nonplusultra der Filmrezeption, mit der auch die Serien-Dauerberieselungen via MUBI, Netflix und Amazon Prime nicht mithalten kann, auch wenn diese Plattformen während des  Corona-Lockdowns enormen Zuwachs verzeichneten. 

Was die Festivals zudem  reizvoller denn je machten, ist die der Corona-Kino-Auszeit geschuldete Rekordanzahl von Filmen, die sehnlichst darauf warten, endlich über die Kino-Leinwand zu flimmern. 

Impressionen vom 15. Internationalen Fünf Seen Filmfestival

Seit jeher richtet dieses bayerische Festival-Kleinod im Fünf-Seen-Land, kurz FSFF genannt und nach München und Hof das bedeutendste Filmfest Süddeutschlands, seinen Fokus auf Arthouse Filme mit dem Schwerpunkt Mitteleuropa im Bereich Spielfilm, Dokumentarfilm und Kurzfilm. In den bayerischen Sommerferien bzw. Ende August präsentiert Festivalleiter Matthias Hellwig mit seinem Team in den Festivalorten Starnberg, Gauting, Seefeld und Weßling Premieren und Previews, wobei die idyllische Open Air Kinos direkt am Starnberger See sowie am Wörthsee bereits ab Mitte Juli den Auftakt machen. 

Stargast Senta Berger im Starnberger Kino

Das Festivalpublikum des Breitwand Kinos in Starnberg durfte sich gleich zweimal über den Besuch der Grande Dame des deutschen Films freuen. 

Senta Berger bei der Vorführung von Satte Farben vor Schwarz Foto: Udo Legner

 

Die Schauspielerin Senta Berger kam sowohl zu den Vorstellungen von Satte Farben vor Schwarz (Regie: Sophie Heldmann; in den Hauptrollen Senta Berger und Bruno Ganz) als auch von Willkommen bei den Hartmanns (Regie: Simon Verhoeven; in den Hauptrollen Senta Berger und Heiner Lauterbach) nach Starnberg und stand ihren zahlreichen Fans Rede und Antwort. Damit alle Platz fanden, wurde das Gespräch sogar von einem Kinosaal in einen zweiten übertragen.

Kino und Klima

In diesem Jahr wurde erstmals der KINO & KLIMA AWARD vergeben, dessen Premiere Festivalintendant Matthias Hellwig erläuterte: “Mit dem Fünf Seen Filmfestival haben wir immer den Anspruch, die Welt ein bisschen zu verbessern.“ Da in diesem Festivaljahr der Klimawandel das bestimmende Thema sei, war die Aufnahme diese Publikumspreises ins Festivalprogramm – in Kooperation mit der Initiative unserklima.jetzt – nur konsequent.

Sieben ausgesuchte Spielfilme, – darunter Der Wilde Wald (DE 2021, Regie: Lisa Eder), Teachers for Life (DE 2021, Regie: Julian Wildgruber, Kathrin Höckel) sowie der Gewinner des Kino und Klima Awards Dear Future Children (DE/AT/GB 2021, Regie: Franz Böhm) samt vier Kurzfilmen, Diskussionen und Vorträge gaben Anregungen, das eigene Handeln klimafreundlich und nachhaltig zu gestalten.

Renaissance des engagierten Politfilms

Neben dem Schwerpunkt Kino & Klima fielen beim diesjährigen Programm des Fünf Seen Filmfests die Anzahl und Qualität der engagierten Politfilme auf, die oftmals als Deutschland Premieren präsentiert wurden und demnächst ihren deutschen Kinostart haben. Besonders hervorzuheben sind Je Suis Karl (DE 2021 Regie: Christian Schwochow), der vier Nominierungen zum deutschen Filmpreis 2021 erhielt, bei der Berlinale als provokantester Film galt und am 18. September in die Kinos kommt. Thema des Films: Das Ausmaß der neuen rechten Bewegungen in Europa. Bislang nur in den österreichischen und schweizer Kinos sind die Filme Fuchs im Bau (AT 2020, Regie: Arman T. Riahi) und Kühe auf dem Dach (CH 2020, Regie: Aldo Gugolz) zu sehen. Bei letzterem handelt es sich um das vordergründig idyllische Leben auf der Alp, das durch einen Kriminalfilm erschüttert wird, während es bei dem mit dem Dachs-Drehbuchpreis ausgezeichneten Spielfilm Fuchs im Bau um das Wirken eines Gefängnislehrers geht, der mit seinen unkonventionellem Lehrmethoden nicht nur die Häftlinge in Schach, sondern auch die  Justizwache auf Trab hält. Weitere Highlights des Festivals waren die Deutschlandpremieren der Feel Good Movies Der Hochzeitsschneider von Athen, dem Gewinner des SZ Publikumspreises (DE 2021, Regie: Sonia Liza Kenterman) und Der Rosengarten der Madame Vernet (FR 2020, Regie: Pierre Pinaud) – beide Filme sind inzwischen auch in Augsburg  zu sehen.

Perspektiven der Augsburger Programmkinos

Franz Fischer im Schulterschluss mit Marcus Rosenmüller (Foto: Wolfgang Schick)

Sowohl das LILIOM Kino als auch das Kino-Dreieck reagierten auf die Corona-Krise mit Freiluftkino, dem Gersthofer Kinosommer (von 24. Juni bis 18. September 2021) und dem traditionellen Lechflimmern mit zwei Grossleinwänden im Plärrerbad (vom 1. Juli bis 15. September). In Kooperation mit der Stadt Gersthofen mutierte das „Gersthofer Loch“ mitten im Stadtzentrum zum Open Air Kino mit dem Novum, dass die Besucher die 4K-Projektoren-Technologie auf der 100qm grossen Leinwand mit Kopfhörer genießen konnten. Dass trotz des sehr durchwachsenen Sommerwetters – nicht wenige Kinovorführungen fielen ins Wasser – bislang 27.000 Zuschauer ins Lechflimmern strömten, übertrifft alle Erwartungen und dürfte selbst den FCA neidisch machen. Die Erfolgsrezepte der Freiluftkino-Formate: der Kinostart lang erwarteter Publikumsrenner wie der Oscar Sieger Nomadland, der neue Eberhof-Teil KAISERSCHARRNDRAMA mit geradezu reißerischer Werbung in den sozialen Medien – Beispiel der Lechflimmern Facebook O-Ton: „5.Tag in Folge ausverkauft! Ihr seid gigantisch!❤ Augsburg Lechflimmern von der Besucherzahl bundesweit die Nr.1 (von 500 Kinos)“ oder „Meet and Greet mit SEBASTIAN BEZZEL“ – oder die Komödie von  Marcus H.Rosenmüller Beckenrand Sheriff (am genuinen Ort) und last but not least Veranstaltungen mit bewährten Kooperationspartner, wie dem Just Kids Festival (Auftritt der Kasseler Band „Dylan‘s Dream“ und Lesung mit der Autorin Alexandra Tobor zum Thema Erinnerungskultur), der Werkstatt Solidarische Welt (Premiere des Films BORGA), oder des Maria-Theresia Gymnasiums, dessen gesamte Oberstufe samt der frisch gebackenen Abiturienten mit Kino-Freikarten zum Lechflimmern gelockt wurden. 

Keine Zeit zu sterben

Nicht zuletzt die in der Corona-Pause durch die Kulturförderprogramme ermöglichten Umbauten und Modernisierungen in den Spielstätten des Kino-Dreiecks – das Mephisto wurde mit neuen Kinosesseln ausgestattet und bietet nun 160 (statt bisher 220) Besuchern mehr Platz und  Komfort – und im LILIOM dürften dafür sorgen, dass die Kino-Krise trotz aller Corona-Nachwehen bewältigt wird, zumal – ein weiterer Hoffnungsschimmer! – nach wiederholtem Verschieben der neue James Bond Keine Zeit zu sterben  (Kinostart 28. September) viele Kinofans in die Kinos locken wird.

geschrieben von sz am 11. September 2021 um 19:46.

FCA holt Punkt in Berlin

Der FC Augsburg holt bei Union Berlin nach einem umkämpften 0:0-Spiel in der 4. Runde der Fußballbundesliga einen Punkt.

Das Unentschieden entspricht dem Leistungsniveau beider Mannschaften, die beide klare Chancen hatten, das Spiel zu entscheiden. Doch weder den Berlinern noch den Augsburgern sollte der Siegtreffer gelingen. Das 0:0-Unentschieden gehört somit zur besseren Art der Nulltorspiele. Festzuhalten ist allerdings, dass beiden Mannschaften nach vorne die Genauigkeit beim letzten Pass fehlte. Was sich im Heimspiel gegen Leverkusen als Versprechen abbildete, setzte sich in der Alten Försterei fort: Der FCA zeigte sich wieder in der Offensive verbessert, ohne dass sich dadurch die Abschlussschwäche der Augsburger verflüchtigen würde. Mit nur einem erzielten Treffer aus vier Spielen belegt der FCA-Sturm, dass man sich aus Augsburger Sicht in dieser Saison mehr Abstiegssorgen als üblicherweise zu machen hat.

Ein Spielbericht von Udo Legner folgt.

geschrieben von sz am 11. September 2021 um 17:28.

Kommentar zur Bundestagswahl: Die letzte Chance der SPD

“In Deutschland wählt man keine Kanzler, sondern Parteien.” Diese formal durchaus richtige Feststellung war immer schon falsch. Denn Parteien machen ihre Kanzlerkandidaten und entwickeln ihre Personal-Tableaus und Seilschaften mit größerem Aufwand als ihre Programme.

Kommentar von Siegfried Zagler

Der Erfolg einer Bundespartei steht und fällt mit ihrem Kanzlerkandidaten, weil dessen Qualität nicht nur verdichtete Auskunft über deren Programmatik gibt, sondern auch den Gesamtzustand einer Partei zum Ausdruck bringt. Köpfe verkörpern Glaubwürdigkeit und Authentizität, Wahlprogramme tun das nicht.

Dass die Union und die Grünen zur Bundestagswahl am 26. September zwei Kandidaten nominierten, die sich dergestalt weit von einer Qualifikation für das Bundeskanzleramt entfernt befinden, ist kein unglücklicher Zufall, sondern bei beiden Parteien eine Spiegelung ihrer innerparteilichen Strukturschwächen, die dafür sorgten, dass mit Armin Laschet und Annalena Baerbock zwei Stereotypen der Mittelmäßigkeit Karriere machen konnten. Festzuhalten ist in diesem Zusammenhang natürlich auch, dass Mittelmaß in Sachen Bundeskanzleramt alles andere als ein Ausschlusskriterium ist, wie man zum Beispiel an den Namen Kiesinger, Kohl, Schröder und Merkel ablesen kann.

“Mittelmäßigkeit” ist auch ein zutreffendes Merkmal des SPD-Kandidaten Olaf Scholz. Das Sensationelle daran ist nun, dass ein Großteil der Wählerschaft erkannt zu haben scheint, dass das Mittelmaß von Scholz deutlich besser zum Amt passt als das der beiden anderen Kandidaten. Der ehemalige Oberbürgermeister von Hamburg und der aktuelle Vizekanzler wie Finanzminister muss sich am wenigsten strecken, um in das Amt hinein zu wachsen, während man weder Baerbock noch Laschet ein in das Amt-Hineinwachsen zutraut. Man könnte es auch weniger euphemistisch sagen: Baerbock und Laschet haben auf niedrigstem Niveau verbockt , was man nur verbocken kann.

Laschet hat die Union in Umfragen von 36 Prozent im Januar auf 22 Prozent im September gestürzt. Nach seinem Vor-Ort-Gefeixe während der Steinmeier-Rede zur Flutkatastrophe ist er auf einen Schlag zu einer schweren Belastung für die Union geworden. Das Gleiche gilt für Baerbock, deren Affären in der Summe ihr die grünen Kleider ausgezogen haben.

Baerbock ist jetzt nackt und muss dennoch irgendwie durchhalten. Ihre Parteikarriere und ihre Kanzlerkandidatur unterstreichen, dass die Grünen nun auch dort angekommen sind, wo sich die anderen etablierten Parteien längst befinden, nämlich im Habitus der Selbstgefälligkeit und bedingungslosen Selbstbeweihräucherung zugunsten des eigenen Fortkommens. Analyse und Differenziertheit sind der Redundanz der Partei-Sprech-Schablonen und Wahlkampf-Agenturen geopfert worden. Starke Biografien wurden durch glatte Karrieren ersetzt. Alle Parteien fördern diese Krankheiten und leiden darunter, ohne dagegen etwas zu unternehmen. Die Parteisoldaten Baerbock und Laschet sind geplatzt wie zwei zu groß aufgeblasene Luftballons. Der Wähler bestraft zurecht ihre Parteien, falls kein Wunder geschieht und sich alle Meinungsforschungsinstitute geirrt haben sollten.

Dass der Wähler wohl die Union in die Opposition schickt, erhält eine ironische Note, da ausgerechnet die SPD davon profitiert. Die Meisterin des Mittelmaßes und der Kleinteiligkeit hat sich vom Totenbett erhoben. Sie profitiert aber nicht nur von den abgestürzten Kandidaten der anderen, sondern auch davon, dass man ihr es wohl am ehesten zutraut, dort den Hebel anzusetzen, wo es am nötigsten ist, nämlich bei der sozialen Frage.

Denn trotz anhaltend guter Konjunktur auch während der Coronakrise ist fast jeder sechste Bundesbürger von der Armut gefährdet, sagt das Statistische Bundesamt. 40 Prozent der Beschäftigten verdienen real deutlich weniger als vor 20 Jahren, sagt das Wirtschaftsministerium. 70.000 bis 80.000 Fachkräfte fehlen immer noch bundesweit in der Krankenpflege. 40.000 zusätzliche Fachkräfte bräuchte es in der Altenpflege, sagen die Gewerkschaften. Die Förderung des staatlichen Wohnungsbaus hinkt dieser Entwicklung weit hinterher. Das Wohnen in den Städten ist für Normalverdiener und Familien kaum noch bezahlbar. Das sagt kein Amt und auch keine Gewerkschaft, sondern pfeifen die Spatzen von den Dächern: Eine soziale Katastrophe, die sich im Alltag von Millionen Bundesbürgern abbildet. In einem der reichsten Länder der Welt vollziehen sich, als wäre das nicht genug, noch zwei andere Katastrophengebilde: Bildungsnotstand und Altersarmut.

Dies hat die SPD im hohen Maß mitzuverantworten. Dies zu reparieren sollten nun die vornehmsten Aufgaben eines sozialdemokratischen Kanzlers und der deutschen Sozialdemokratie sein. Es handelt sich um die letzte Chance der SPD.

 

geschrieben von sz am 11. September 2021 um 14:22.

Augsburg: Feuer in Innenstadt – Löschmittel in Trinkwasserleitungen

Große Aufregung herrscht in der Augsburger Innenstadt, wo seit den frühen Abendstunden des gestrigen Freitags die Berufswehr Augsburg einen mächtigen Brandherd im Dachstuhl des Anwesens Karolinenstraße 15 bekämpft. Personen kamen dabei nicht zu Schaden.

Bildquelle: Berufsfeuerwehr Augsburg

Der Brand wurde wohl durch einen Aufladevorgang eines Fahrradakkus ausgelöst und erzeugte eine starke Hitze, sodass das Feuer zunächst nur von Außen über Drehleitern bekämpft werden konnte. Die Feuerwehr ist bis zur Stunde vor Ort, während aktuell mittels Lautsprechern die Bevölkerung vor verschmutzem Trinkwasser gewarnt wird, da bei der intensiven Brandbekämpfung geringe Mengen Löschwasser in das Leitungssystem gelangt sind. Weiterhin ist eine starke Rauchentwicklung zu beobachten. Die Karolinenstraße ist noch weiträumig abgesperrt und wird das wohl bis Montag, 24 Uhr bleiben. Stark betroffen zeigten sich die beiden Bürgermeister Martina Wild und Bernd Kränzle sowie Ordnungsreferent Frank Pintsch vor Ort.

Löschwasser in Karolinenstraße © DAZ

Betroffen von der Trinkwasserverschmutzung sind konkret die Bewohner des Domviertels zwischen Rathaus und Thommstraße. “Auch wenn es sich nur um geringe Mengen handeln würde, könne das Wasser am Wasserhahn schäumen, wie die Stadtwerke in einer aktuelle Pressemitteilung verkünden. “Das Wasser soll nicht verzehrt werden und auch nicht in die Augen gelangen. Die Stadtwerke Augsburg spülen seit den Morgenstunden die Leitungen. Auch zuhause empfiehlt es sich, das Wasser länger laufen zu lassen, um die Leitungen zu spülen”, so die Stadtwerke, die darauf verweisen, dass genauere Angaben erst nach einer Laborprüfung möglich sind.

Die Immobile in der Karolinenstraße gehört zu den ältesten Häusern der Stadt. Im Kern ist es gegen Mitte des 16. Jahrhunderts entstanden.

 

 

geschrieben von sz am 11. September 2021 um 10:13.

10. September 2021

Die Augsburger Zeitung

Führungen und Veranstaltungen der Kunstsammlungen und Museen vom 14. bis 19. September

Die städtischen Kunstsammlungen bieten bemerkenswerte Führungen und Veranstaltungen vom 14. bis 19. September an. So startet zum Beispiel am Freitag, 17. September die ” Sonderausstellung Lehrer Rembrandt – Der große Maler im Spiegel seiner Schüler” im Schaezlerpalais. 

Weitere Führungen und Termine:

14. September

12 Uhr: Mittagssnack in der Sonderausstellung: Stiften gehen! Wie man aus Not eine Tugend macht im Maximilianmuseum. Thema: Frauenpower. Mit Christine Andrä M.A. Dauer: 30 Minuten: Kosten: nur Eintritt

18 bis 21 Uhr: Philosophie und Kunst: Aktion und Aktionismus im H2 – Zentrum für Gegenwartskunst im Glaspalast. Eintritt frei!

Donnerstag, 16. September

12 Uhr: Mittagssnack in der Sonderausstellung: Stiften gehen! Wie man aus Not eine Tugend macht im Maximilianmuseum. Thema: Fröhliche Kindheit? Mit Svenja Hirner B.A. Dauer: 30 Minuten: Kosten: nur Eintritt

16:00 bis 16:45 Uhr: Die Heilige(n)familie: Kreuzerhöhung, mit Heidemarie Hurnaus im Schaezlerpalais. Eintritt frei! Treffpunkt: Museumskasse Schaezlerpalais.

17 Uhr: Öffentliche Führung für sehbehinderte und blinde Menschen durch die Sonderausstellung Stiften gehen! Wie man aus Not eine Tugend macht im Maximilianmuseum. Kosten: nur Eintritt.

18 Uhr: Themenführung durch die Sonderausstellung Stiften gehen! Wie man aus Not eine Tugend macht im Maximilianmuseum. Thema: Das Haus und die Familie. Mit Ernst Weidl OStD. a.D. Kosten: nur Eintritt.

Freitag, 17. September

Erster Tag der Sonderausstellung Lehrer Rembrandt – Der große Maler im Spiegel seiner Schüler im Schaezlerpalais. Kosten: nur Eintritt

Samstag, 18. September

10:30 Uhr: Ins Museum und durch die Stadt, Führung durch die Sonderausstellung Stiften gehen! Wie man aus Not eine Tugend macht im Maximilianmuseum mit anschließendem Gang in die Stadt zu markanten Orten des Stiftungswesens. Dauer ca. 100 Minuten. Kosten: nur Eintritt.

11 Uhr: Öffentliche Führung in deutscher Gebärdensprache durch die Sonderausstellung Stiften gehen! Wie man aus Not eine Tugend macht mit Museum-Signer im Maximilianmuseum. Kosten: nur Eintritt.

11 Uhr: Familienführung: Römerleben im frühen Augsburg. Eintritt frei. Anmeldung über Tschamp.

11 Uhr: Kostümführung: Rauschende Gewänder – Führung durch die Dauerausstellung im Schaezlerpalais. Eintritt frei!

14 Uhr: Turnusführung im Römischen Museum im Zeughaus. Eintritt frei!

14 Uhr: Öffentliche Führung in deutscher Gebärdensprache durch die Sonderausstellung Stiften gehen! Wie man aus Not eine Tugend macht mit Museum-Signer im Maximilianmuseum. Kosten: nur Eintritt.

14 Uhr: Turnusführung durch die Ausstellung Stiften gehen! Wie man aus Not eine Tugend macht im Maximilianmuseum. Kosten: nur Eintritt.

Sonntag, 19. September

11 Uhr: Kunst und Kultur kompakt: Römer-Matineé: Handel im römischen Reich – Großbauten in Augsburg – Alltag der Römer, mit OStD a. D. Ernst Weidl im Römischen Museum im Zeughaus. Eintritt frei.

13 Uhr: Turnusführung im Römischen Museum im Zeughaus. Eintritt frei.

13 Uhr: Turnusführung durch die Sonderausstellung Kleopatra zwischen Mythos und Realität im Römischen Museum im Zeughaus. Kosten: nur Eintritt.

14 Uhr: Turnusführung durch die Dauerausstellung und den Rokoko-Festsaal im Schaezlerpalais. Eintritt frei.

14 Uhr: Turnusführung durch die Ausstellung The Blue Planet – Der Blaue Planet im H2 – Zentrum für Gegenwartskunst im Glaspalast. Kosten: nur Eintritt.

14 Uhr: Familienführung durch die Sonderausstellung Stiften gehen! Wie man aus Not eine Tugend macht im Maximilianmuseum. Kosten: nur Eintritt.

15 Uhr: Turnusführung durch die Ausstellung Lehrer Rembrandt – Der große Maler und seine Schüler im Schaezlerpalais. Kosten: nur Eintritt.

15 Uhr: Turnusführung durch die Dauerausstellung im Maximilianmuseum. Eintritt frei!

____________________________________________________________________

Aufgrund der aktuellen Covid-19-Situation gilt das Angebot der Kunst- und Kulturvermittlung nur unter Vorbehalt. Es ist möglich, dass Termine abgesagt werden müssen und nicht stattfinden. Informationen dazu gibt es auf der Homepage: www.kmaugsburg.de oder beim Besucherservice: Telefon: 0821 324-4112 sowie per Mail: besucherservice- kusa@augsburg.de, wenn Sie an Führungen und Veranstaltungen teilnehmen möchten.

Eintritt frei in die Dauerausstellungen:

Im Rahmen des Augsburger Kultursommers #augsburgbewegt gilt bis Ende September 2021 für alle Dauerausstellungen der Kunstsammlungen und Museen: Eintritt frei!

Für Sonderausstellungen gelten die Eintrittspreise des jeweiligen Hauses. Eintritt mit Jahres- und ICOM Karte frei (ausgenommen Konzerte und Sonderveranstaltungen).

geschrieben von sz am 10. September 2021 um 08:14.

08. September 2021

Die Augsburger Zeitung

Gottesfürchtigkeit und Gemeinwohl: Ausstellung im Augsburger Maximilianmuseum zur Geschichte des Stiftergedankens

„Stiften gehen! Wie man aus Not eine Tugend macht.“ Eine Ausstellung im Maximilianmuseum erinnert an das Engagement reicher Augsburger für das Gemeinwohl der Stadt

Von Halrun Reinholz

Hans Burgkmair d. Ä. – Hochzeitsbildnis von Jakob Fugger/Sibylle Artzt © Schroder Collection

Vor 500 Jahren stiftete Jakob Fugger die älteste Sozialsiedlung der Welt, die heute noch als Stiftung bestehende Fuggerei. Es war nicht seine einzige Stiftung und er war auch nicht der einzige Stifter in dieser „Goldenen Zeit“ der Stadt. Stiftungen waren zu jeder Zeit ein wichtiger Faktor im städtischen Gemeinschaftsleben. Auch heute noch unterstützen 167 Stiftungen diverse soziale oder kulturelle Projekte in Augsburg, die der Intention ihrer Stifter entsprechen. Ein großer Teil wird vom städtischen Stiftungsamt verwaltet. Aus Anlass des Fuggerei-Jubiläums würdigt eine Ausstellung, die von Dr. Heidrun Lange-Krach für die städtischen Kunstsammlungen kuratiert wird,  die außergewöhnliche Vielfalt der hiesigen Stiftungen und rückt dabei den Stiftergedanken des 16. Jahrhunderts in den Fokus.

Was veranlasst Menschen, einen Teil ihres  Vermögen einem gemeinnützigen Zweck zuzuführen? Die Ausstellung macht anschaulich, dass im 16. Jahrhundert das Gemeinschaftsleben vor allem vom Glauben bestimmt wurde. Ideale und Lebensziele waren dem Wunsch unterworfen, ein gottesfürchtiges Leben zu führen und das ewige Leben im Jenseits zu erreichen. Der vor der Reformation alles bestimmende Katholizismus sah die Barmherzigkeit und Wohltätigkeit als einen wichtigen Weg zu diesem Ziel vor. Leben ohne Sünde gab es kaum, deshalb konnten Vergehen auf diese Art kompensiert werden. Der Nutznießer der Stiftung war damit auch Fürsprecher vor Gott für die ewige Seligkeit des Stiftenden. Diese Wechselwirkung von Kirche, Stiftern und Stiftungsempfängern wird auf besondere Weise in der Ausstellung herausgearbeitet. Per Audioguide kann der Rundgang entweder aus der Sicht der reichen Stifter oder aus der Sicht der Armen, in Notlagen auf Almosen angewiesene Bewohner der Stadt verfolgt werden.

Kuratorin Lange-Krach vor dem Stiftungs-ABC © Michael Hochgemuth

Die kleine, aber stringent geführte Ausstellung in der Welserhalle schildert in 19 „Stationen“ die Lebenswelt im reichsstädtischen Augsburg des 16. Jahrhunderts. Im Fokus ist zunächst die Zeit um das Jahr 1521, als Jakob Fugger drei Stiftungen auf den Weg brachte: Die Grablege für seine Familie in der Kirche bei St. Anna, die Predikaturstiftung in St. Moritz und die Fuggerei. Sie alle waren dazu ausersehen, den Mitgliedern seiner Familie das ewige Leben zu sichern. Die Ausstellung macht deutlich, welche Denkweise, welche Ideale und Verpflichtungen dieses Geben und Nehmen in der Reichsstadt bestimmten. Anschaulich schildert eine animierte Grafik das Steueraufkommen in der damals aufstrebenden Stadtgemeinschaft.

„Geben ist seliger denn Nehmen“ erweist sich nicht nur  als Sicherung des ewigen Lebens, sondern auch für die funktionierende städtische Gemeinschaft als unerlässlich. Auch nach der Reformation besteht das Stiftungswesen deshalb fort. Der Akzent verlagert sich eher weg von dem Ablassgedanken, hin zur gemeinschaftlichen Vorsorge.

Missernten und Preissteigerungen, Seuchen und Kriege erforderten ein verantwortungsvolles Handeln der Stadtregierung, die das Almosenwesen nun teils selbst zentral verwaltete. Alte, Kranke, Witwen und Waisen waren oft auf die Fürsorge der Gemeinschaft angewiesen. Stiftungen und Zustiftungen halfen bei der Erhaltung von Waisenhäusern, Asylen, Siechenhäusern und Hospitälern. “Gutes zu tun” gilt bis heute als Pflicht eines jeden Christen und ist, wie die Ausstellung zeigt, auch Bestandteil aller anderen Weltreligionen. Auch in der säkularen Moderne sind Privatpersonen nach wie vor bereit, Teile ihres Privatvermögens gezielt der Gemeinschaft zur Verfügung zu stellen.

Mit ihrem stringenten Konzept verfolgt die Ausstellung das klare Anliegen, die allbekannte Fuggerei in einen gesamthistorischen und sozialen Kontext der Stadtgeschichte zu stellen – wichtige Stifternamen wie Afra und Konrad Hirn, die allenfalls als Stifter der Goldschmiedekapelle bekannt sind, oder auch die Schul-Stifterin Barbara von Stetten, werden als Zeugen für ein System der Gemeinschaftspflege aufgerufen. Anschauliche Exponate und Original-Urkunden können besichtigt werden. Letztere sind allerdings Schuld daran, dass Beleuchtung und Temperatur der Ausstellungsräume angepasst werden musste, weshalb sich eine warme Jacke beim Ausstellungsbesuch dringend empfiehlt.

Unabhängig vom Benefizcharakter war das Stiftungswesen auch ein Wirtschaftsfaktor, es brachte den Handwerkern, Baumeistern und Künstlern Aufträge.  Auch die Musikproduktion war auf Förderung angewiesen. Dieser Aspekt findet in der Ausstellung besonders Berücksichtigung: Über Hörstationen im Audioguide kann passende Musik der Zeit abgerufen werden, eingespielt von den Gruppen Per-Sonat, AUXantiqua und SophieTe. Daraus entsteht als eigener Rundgang eine musikalische Stiftungsreise, die knapp 200 Jahre Augsburger Musikgeschichte umfasst.
Die Ausstellung kann selbstverständlich auch ohne Audioguide besucht werden. Anders als sonst üblich fehlen bei den Objekten jedoch allzu ausführliche Texttafeln. Stattdessen erhalten die Besucher ein handliches Begleitheft mit allen Texten zu den Exponaten. Vorteilhaft, wenn man die Texte später daheim nachlesen will und weniger aufwendig als den stattlichen (und auch sehr gelungenen) Katalog mit zahlreichen Beiträgen zum Thema zu wälzen.

Als Rahmenprogramm zur Ausstellung haben sich die Kunstsammlungen einiges einfallen lassen. Die Turnusführungen geben wahlweise die Sicht der Stifter oder die Sicht der Bestifteten wieder. Für Kinder gibt es nicht nur eine eigene Führungslinie mit Audioguide, sondern auch Familienführungen und Ferienangebote. Eine eigens geschriebene  „Graphic Novel“ lässt die Lebensumstände im 16. Jahrhundert lebendig werden. Sie ist Teil einer Projektkooperation mit Akteuren der Stadtgesellschaft und ihrerseits von der HATELMA-Stiftung (sic!) gefördert. Ein besonderer Genuss verspricht am 2. Oktober die „Lange Nacht der Stiftungen“ zu werden, wenn unter anderem die Augsburger Patrizier zum Geschlechtertanz antreten, Marketenderinnen und Landsknechte ihre Aufwartung machen oder Lieder der Renaissance zur Drehleier erklingen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 28. November im Maximilianmuseum zu sehen. Näheres auf den Seiten der Kunstsammlungen unter https://kunstsammlungen-museen.augsburg.de/stiften-entsteht

 

geschrieben von sz am 08. September 2021 um 00:15.

07. September 2021

Die Augsburger Zeitung

Luftfilter für Klassenzimmer: Opposition unterstellt OB Eva Weber “Wahlkampfgetöse”

Der Kauf von 750 Luftfiltern für Augsburger Klassenzimmer ist kürzlich auf einen schnellen Weg gebracht worden. Die Beschaffung der Geräte, die in den Jahrgangsstufen eins bis sechs an den Augsburger Schulen zum Einsatz kommen sollen, wurde per Dringlichkeitsentscheidung von Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) angeordnet.

Eva Weber

Ende Juli wurde vom Augsburger Stadtrat entschieden Luftfilter für Klassenzimmer anzuschaffen. Er tat das, weil der Freistaat per Verordnung den Kommunen keine andere Wahl ließ. Bildungsreferentin Martina Wild sah bis dahin keinen Handlungsbedarf, da der Nutzen dieser Geräte wissenschaftlich unklar sei. Nachdem Wilds Zweifel durch Söders Anweisung zwar nicht ausgeräumt wurden, legte sie dem Stadtrat eine Beschlussfassung vor, die zur Realisierung eine Zeitstrecke beanspruchte, die Wild bereits bei der Beschlussfassung im Juli erklärte, da die Ausschreibung europaweit stattzufinden habe. “Bereits Mitte August konnte mit der anspruchsvollen Auswertung der knapp 30 eingegangenen Angebote begonnen werden. Dieser Prozess war komplex, da keiner der Anbieter unmittelbar sämtliche Kriterien des staatlichen Förderprogramms vollumfänglich erfüllen konnte”, so Wild zur Augsburger Allgemeinen. Laut Wild hätte es bei einer Bestellung möglicherweise keine Fördergelder vom Freistaat gegeben: 50% von zirka 2,45 Millionen Euro.

Inzwischen hat jedoch Freistaat eine Förderung in Höhe von 100 Prozent für die Beschaffung mobiler Raumluftreinigungsgeräte in Aussicht gestellt, da in diesem Fall auch Bundesmittel abgerufen werden können. Aus diesem Grund sollten nun die Anbieter der Stadt ihre Angebote entsprechend anpassen. Die Nachreichungen seien ausgewertet und mit der Regierung von Schwaben abgestimmt. Kurzum: Es muss nur noch bestellt und geliefert werden.

Die Fraktion Bürgerliche Mitte im Augsburger Stadtrat kritisiert indes städtischen “Aktionismus” seitens Oberbürgermeisterin Eva Weber, die mit einer Dringlichkeitsentscheidung die Beschaffung von Luftfiltern für die Augsburger Schulen beschleunigen wolle. Weber habe die zögerliche Haltung von Bildungsreferentin Wild (Grüne) im Stadtrat stets verteidigt, so Lars Vollmar (FDP), der für die Fraktion Bürgerliche Mitte im Gesundheitsausschuss des Stadtrats sitzt. “Erst seit Ministerpräsident Söder im Juni das unrealistische Ziel ausgegeben hat, mal eben über den Sommer alle 80.000 Klassenzimmer mit Luftfiltern auszustatten, hat es Frau Weber auf einmal eilig.”

Es sei für die Bürgerliche Mitte klar, dass zum Schuljahresbeginn keine Luftfilter zur Verfügung stehen werden. “Das monatelange Zaudern und Zögern der Bayerischen Staatsregierung und der Augsburger Rathauskoalition ist weder durch großspurige Ankündigungen von Ministerpräsident Söder noch durch medienwirksame Dringlichkeitsentscheidungen von Oberbürgermeisterin Weber wett zu machen. Die traurige Wahrheit ist: Wer erst im Juni anfängt, fürs neue Schuljahr zu planen, darf sich nicht wundern, wenn die Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer in der kalten Jahreszeit wieder bei offenen Fenstern in den Klassenzimmern frieren müssen.” So die Speerspitze der Rathausfraktion Bürgerliche Mitte. Ob sie damit richtig liegt, wird sich zeigen. In knapp einer Woche sind in Bayern die Schulferien vorbei.

 

geschrieben von sz am 07. September 2021 um 11:22.

05. September 2021

Cityfarm Augsburg

cityfarmaugsburg

Liebe CityFarm-Freunde,

keiner hat damit gerechnet aber der August schenkt uns tatsächlich 2 Wochen Sommer! Besser 2 Wochen Sommer, als gar kein Sommer. Dieses Jahr müssen wir ja froh sein, die Sonne überhaupt begrüßen zu dürfen.

Freude bereitet das aktuelle Wetter nicht nur uns, sondern auch den Tomaten im Gewächshaus.
Aber was für ein bescheidenes Tomatenjahr!
Schon im Juli hat die Braunfäule alle unsere Pflanzen im ungeschützten Freiland dahingerafft. Sogar braunfäuleresistente Sorten hatten keine Chance gegen die Übermacht des Pilzes.

An dieser Stelle möchte ich einen Irrtum aufklären. Braunfäuleresistenz bei Tomaten bedeutet nicht, dass die Pflanzen die Erkrankung nicht bekommen können. Sie halten nur länger durch, als andere Sorten und wachsen in guten Sommern den Sporen einfach davon.
Wird der Pilzdruck aber zu hoch, wie in diesem Jahr, haben auch sie kaum eine Chance.

Vintage Wine

Nur im Gewächshaus gedeihen die Stauden noch gut und haben nur wenig Pilzbefallprobleme. Die Ausbeute an Früchten ist zwar nicht so hoch wie die letzten Jahre aber ganz in Ordnung. Es fehlte bisher eben die Sonne, was die Früchte mit fehlender Süße und flacherem Aroma quittierten.
Trotzdem sagen wir: jede Tomate zählt und nehmen Samen aus jeder Beere (ja Tomaten zählen zu den Beeren), die der Sorte entsprechend ist. In besseren Tomatenjahren wird sich auch das Aroma auch wieder besser entwickeln.

Momentan bekommen wir sehr viele Anfragen zu unseren Tomatensorten, nachdem am Montag auf Querbeet im BR ein Bericht über uns lief. Darin stellen wir unsere Lieblingssorten des Jahres vor und freuen uns, dass es so viele Tomatenfreunde gibt, die den Beitrag gesehen haben. Danke Euch für das viele Lob!
Sendung verpasst? Hier geht es zur Mediathek:

https://www.br.de/br-fernsehen/programmkalender/ausstrahlung-2601046.html

Aber auch einige scheinbar verärgerte Gartenfreunde sind unter den EMail-Schreiblingen, die entrüstet fragen, wieso wir Freilandtomaten präsentieren können, wo das Jahr doch ganz und gar kein Tomatenjahr ist.
Solche Anfragen sind schon etwas verstörend, muss ich sagen. Man kann auch freundlich nachfragen.
Das sind aber zum Glück nur Ausnahmen, denn 99% der Tomatenfreunde sind sehr nett und sympatisch!

Allerdings liebe Freunde lasst Euch sagen: der Beitrag wurde vor 2 Jahren gedreht! Da war noch keine Rede von Corona (es trägt auch niemand Maske im Film) oder einem miesen Sommer. 2019 war ein hervorragendes Tomatenjahr mit wenig Braunfäule oder anderen Pflanzenkrankheiten. Deshalb konnten wie da Freilandtomaten präsentieren!

Leider sind jedoch einige der Sorten nicht mehr verfügbar, wie z.B. Sprite. Diese hätten wie dieses Jahr im Nachbau gehabt. Was passiert ist, muss ich wohl nicht noch einmal erläutern.

Weiterhin bekommen wir zahlreiche Anfragen, wann man uns auf der Farm besuchen kommen kann.
Leider ist dies aktuell aufgrund der hohen Arbeitsbelastung einfach nicht möglich.

Zudem arbeiten wir alle ganz normal, was den Zeitrahmen für die Farm selbst nochmal weiter eingrenzt. Das tut uns sehr leid aber es geht nicht anders.

Jedoch könnt Ihr uns gerne am 19.9.2021 im Botanischen Garten besuchen. An diesem Tag findet von 10-17 Uhr der Regionalvermarktertag statt, auf dem wir wie immer mit unserem Woll- und Tomatenstand vertreten sind.
Dabei haben wir natürlich unsere neuen Sorten von 2021! So z.B. Utenok, Candy Sweet Icicle, Shadow Boxing, Vintage Wine, Lucky Tiger, Goldene Königin,…

Aber nun genug der Tomaten und zu anderen süßen Dingen: Lämmchen!

Dieses Jahr hatten wir einen richtigen Lämmersegen, der alle Herzen hat dahinschmelzen lassen. Allerdings auf eine etwas andere Weise, als erwartet.
Aber beginnen wir von vorn.

Ende letzten Jahres holten Miri und Ildi zwei Schafe aus dem Allgäu: Charchar mit den Schlappohren und die alte Dame Paula. Unerwarteterweise stellte sich Charchar als tragend heraus.
Eines Tages wunderten wir uns, warum das Schaf so komisch läuft. Also eingefangen und untersucht. Unter der langen ,schönen Wolle fanden wir ein prall gefülltes Euer. Zwei Wochen später kam dann die prächtige Dame Spot zur Welt.

Klar kann man ein Lämmchen alleine in der Herde mitlaufen lassen. Da wir aber eine andere Form der Schafhaltung leben und uns das Wohl unserer Tiere sehr am Herzen liegt, musste ein zweites Lämmchen als Spielkamerad her.
So kauften wir in der Nähe von München bei einem Schäfer den kleinen Londo, seine magerne Mama und Homer. Homi war nicht geplant, verzauberte aber mit ihrem lieben Wesen Ildi sofort, sodass wir mit drei statt mit zwei Schafen nach Hause kamen.
Wie erhofft freundeten sich Spot und Londo an und entwuchsen als dicke Kumpels dem Winzligsdasein.

Später setzten sich Benni und Tobias in den Kopf dringend eigene Schafe zu wollen und kauften von einem Bauern zwei Flaschenlämmer.
Määähgan und Määährlin wurden dort von Hand aufgezogen und dadurch dummerweise mehr auf den Menschen, als auf andere Schafe geprägt.
Das war einerseits lustig, da sie sich wie Hunde aufführten aber auf der anderen Seite fehlte Ihnen das schaftypische Verhalten, was früher oder später zu Problemen in der Herde führen kann.
Heute, ein paar Monate später, hat es sich etwas gebessert. Sie laufen jetzt zu 30% bei der Herde mit. Außer Määährlin, der braucht öfters einen Schubser in die richtige Richtung. Es ist also noch ausbaufähig.

Und zu Guterletzt euterte vor ca. einer Woche plötzlich Homer auf. Wir dachten bisher, das liebenswerte Schaf sei einfach nur fett. Nun, sie war fett und tragend.
Wenn sich das Euer füllt und richtig prall wird, dauert es in der Regel noch zwei Wochen, bis die Geburt ansteht. Daher machten wir uns keine Sorgen, denn wir hatten ja noch Zeit. Pustekuchen! Vorgestern kam Homer nicht mit der Herde heim. In großer Sorge, dass etwas Schlimmes passiert sein könnte, liefen wir ins Biotop (die aktuelle Weide).
Schnell entdeckten wir unsere Homer auf einem Sandhügel unter einem Gebüsch. Und neben ihr stand ein propperes Lämmchen mit zuckersüßer Färbung, das uns interessiert beobachtete. Quasi in der Natur geboren, waren wir die ersten Zweibeiner seines Lebens!
Und dann kommt auch noch einer und hebt einen hoch und trägt einen rum, während die Mama panisch mähend den Zweibeiner umkreist!

Aber keine Sorge, die beiden bekamen einen kuscheligen Stall für sich alleine und werden erstmal 3 Tage von der Herde separiert. Das liegt u.a. an Schlitzi, die sehr böse mit neuen Lämmern umgeht und der kleine Mann die ersten Tage in Ruhe die Welt entdecken soll.

Das solls erstmal gewesen sein und wir wünschen Euch wunderbare Spätsommertage!

Vielleicht sieht man sich auf dem Regionalvermarktertag im Botanische Garten.

In der Box rechts oben sehr Ihr unseren weiteren Termine.

Neuster Nachwuchs 1 Tag alt.

geschrieben von CityFarm Augsburg am 05. September 2021 um 13:48.

30. August 2021

Die Augsburger Zeitung

FCA leiht sich Stürmer aus Brighton

Der FC Augsburg ist auf dem Transfermarkt tätig geworden und hat den Stürmer Andi Zeqiri unter Vertrag genommen. Der 22-Jährige, der alle Junioren-Nationalmannschaften der Schweiz durchlaufen hat, in der U21-Auswahl der Eidgenossen in 16 Spielen elf Treffer erzielte und nun für die Schweizer A- Nationalmannschaft nominiert wurde, kommt auf Leihbasis vom englischen Premier League Club Brighton & Hove Albion nach Augsburg. Der Leihvertrag gilt für eine Saison bis zum 30. Juni 2022.

„Wir freuen uns sehr, dass Andi sich trotz zahlreicher Interessenten und Angebote zu einem Wechsel zum FCA entschlossen hat. Mit ihm bekommen wir einen Mentalitätsspieler mit dem wir bereits seit seiner Zeit in Lausanne in Kontakt waren. Er bringt alles mit, was ein guter Offensivspieler benötigt. Mit seiner Schnelligkeit und seinen Abschlussqualitäten wird er unser Spiel bereichern“, sagt FCA- Geschäftsführer Sport Stefan Reuter.

„Ich freue mich auf den FC Augsburg und die Bundesliga. Durch die intensiven Bemühungen und extrem guten Gespräche mit den Verantwortlichen, bin ich sicher, dass der FCA genau der richtige Verein für meine Entwicklung ist. Ich möchte meine Stärken ins Team einbringen, um gemeinsam mit meinen neuen Kollegen eine erfolgreiche Saison zu spielen“, sagt Andi Zeqiri zum Wechsel. Das Kennenlernen der neuen Kollegen wird allerdings noch einige Tage dauern. Zunächst wird er nur Ruben Vargas treffen, da beide für die Schweizer Nationalmannschaft nominiert sind. Es ist nach dem Trainingscamp vor der Europameisterschaft, bei dem er bereits dabei war, seine erste offizielle Nominierung für die Nationalelf der Eidgenossen.

Der ergebnisgebeutelte FCA konnte in den vergangenen drei Spielen im Sturm nicht überzeugen und zeigte sich auch anfällig bei schnellen Gegenstößen, weshalb noch bis Dienstag 18 Uhr Kevin Vogt von Hoffenheim nach Augsburg gelotst werden soll.

 

geschrieben von sz am 30. August 2021 um 10:50.

29. August 2021

Die Augsburger Zeitung

FCA: Kommt Kevin Vogt nach Augsburg zurück?

Die sportliche Leitung des FC Augsburg scheint erkannt zu haben, dass man mit dem aktuellen Kader in Schwierigkeiten kommen könnte – und bessert nach: Laut Augsburger Allgemeine soll Kevin Vogt auf dem Sprung von Hoffenheim nach Augsburg sein.

Auch in der Offensive soll nach Informationen der Augsburger Allgemeinen nachgebessert werden. Acht Gegentore in zwei Heimspielen sowie kein ernstzunehmendes Tor des FCA-Angriffs sprechen eine deutliche Sprache. Am Dienstag schließt das Sommer-Transferfenster. Bis dahin hat der FCA noch die Möglichkeit die Kader-Defizite dieser Saison zu verringern. Vogt wurde 2012 von Weinzierl nach Augsburg geholt, spielte in Augsburg bis 2016. Ging dann nach Köln und schließlich nach Hoffenheim, wo er sich zu einem veritablen Innenverteidiger entwickelte. Er könnte die defensive Sechs geben oder in der Innenverteidigung spielen. In der aktuellen Saison befand sich Vogt in allen drei Spielen in der Startelf der Sinsheimer und lieferte gute Leistungen ab.

 

geschrieben von sz am 29. August 2021 um 13:29.

Coronavirus in Augsburg: Inzidenzwert drei Tage in Folge über 100 – Neue Regeln ab 31. August

Die Stadt Augsburg meldet heute 65 neue Covid-19-Fälle

Grafik: DAZ

Insgesamt hat das Gesundheitsamt bisher 19.237 Infektionen mit dem Coronavirus in Augsburg gemeldet. 18.270 Personen gelten als genesen, 561 sind aktuell infiziert, 406 Personen sind verstorben.

Die 7-Tage-Inzidenz im Stadtgebiet Augsburg liegt laut Robert Koch-Institut (RKI) aktuell bei 124,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Daraus ergeben sich weitreichende Konsequenzen.

Neue Inzidenz-Regelungen gelten ab 31. August

Drei Tage in Folge – am 27., 28. und 29. August – hat die 7- Tage-Inzidenz im Stadtgebiet Augsburg den Wert 100 überschritten. Die Stadt Augsburg hat am heutigen Sonntag dazu unter www.augsburg.de/bekannmachungen eine amtliche Bekanntmachung veröffentlicht. Ab Dienstag, 31. August 2021, 00:00 Uhr gelten im Stadtgebiet Augsburg die in der 13. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (13. BayIfSMV) festgelegten inzidenzabhängigen Regelungen, die voraussetzen, dass der Wert über 100 liegt. Danach können zum Beispiel Einrichtungen der Kindertagesbetreuung nur öffnen, sofern die Betreuung in festen Gruppen erfolgt (eingeschränkter Regelbetrieb). An Schulen findet Wechselunterricht statt, wenn im Präsenzunterricht der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht durchgehend und zuverlässig eingehalten werden kann. Auch der Gemeindegesang in Gottesdiensten ist untersagt.

geschrieben von sz am 29. August 2021 um 11:38.

28. August 2021

Die Augsburger Zeitung

FCA gegen Leverkusen: Ein wildes Spiel und ein Schritt nach vorne

Der FC Augsburg gewinnt auch nicht im 21. Bundesliga-Anlauf gegen Bayer 04 Leverkusen: Mit 1:4 verliert der FCA gegen Bayer ziemlich deutlich in der heimischen WWK-Arena und ziert somit nach dem 3. Spieltag das Tabellenende. Die Niederlage mag unglücklich eingeleitet worden sein, am Ende war sie auch in der Höhe verdient.

In der zweiten Halbzeit spielten die Augsburger mit Mut und Geschick auf den 2:2-Ausgleich, der trotz bester Augsburger Torchancen nicht fallen sollte. Besser machten es die Werkself, die den FCA mit Tempogegenstößen konterte und dabei einige Großchancen liegen ließ.

Doch der Reihe nach: In der dritten Minute “gelingt” Iago, der gegen Schick klären wollte, aus 14 Metern ein ungewollter Lupfer ins eigene Tor. Wenig später wurde eine Grätsche von Bakker an Hahn im Bayer-Strafraum nicht als Foul bewertet: Eine irrwitzige Fehlentscheidung (8.).

In der 14. Minute köpfte Niederlechner eine Demirbay-Flanke ins eigene Tor zur 2:0- Führung von Bayer. Die beiden Eigentore waren eine Art doppelter Knockout. Der FCA überließ die Spielkontrolle vollends Bayer, das locker über Paulinho (22., 27.) seine Führung hätten ausbauen können. Doch dann macht sich Bayers Bakker lächerlich, indem er eine blinde Flanke von Iago unkontrolliert annahm und im Slapstick-Zusammenspiel mit Torhüter Hradecky einen vermeintlich sicheren Ball Niederlechner auflegte, der wiederum mit mehr Glück als Geschick das Leder über die Linie zum 1:2 Anschlusstreffer bugsierte (30.). Ein Ulk-Tor aus dem Nichts, wie es komischer kaum sein kann.

In der 39. Minute hatte Vargas den Ausgleich auf dem Schlappen, doch Leverkusens Hradecky parierte glänzend. Kurz vor der Pause fiel das 3:1 für Leverkusen nach einer schwachen FCA-Abwehrleistung, doch Diabys Treffer zählte nicht, da Aranguiz bei der Entstehung ein Handspiel unterlief.

Nach der Pause zeigte der FCA die besten 30 Minuten dieser Saison. Starkes Pressing und punktgenaue Flanken sollten Leverkusens Überlegenheit brechen. Die Augsburger drängten mutig und mit Macht auf den Ausgleich. Caligiuri (50., 54.) und Niederlechner (61.) fehlten jedoch dafür die Qualität. Dem FCA gelang nun nach vorne viel, doch im finalen Pass fehlte die Präzision. Nach einer flachen FCA-Ecke konterte Bayer aus dem eigenen Strafraum heraus zum 3:1.

Der Augsburger Spielfluss war gebrochen, der Siegeswille pulverisiert. Wirtz erzielte wenig später das 4:1, als er nach langem Zuspiel von Demirbay Gikiewicz ausspielte und mit viel Gefühl aus einem schwierigen Winkel einschob (81.). Anschließend durfte sich der FCA bei Fortuna bedanken, dass der nicht mit zwei weiteren Treffern gedemütigt wurde. Schick und der eingewechselte Neuzugang Adli (86./89.) trafen nur noch das Alu.

Am Samstag, den 11. September (15.30 Uhr) ist der FCA nach der Länderspielpause in Köpenick bei Union Berlin zu Gast.

FCA: Gikiewicz – Gumny , Oxford, Uduokhai, Iago – Dorsch, Gruezo , Hahn , Caligiuri , Vargas – Niederlechner.

geschrieben von sz am 28. August 2021 um 19:58.

26. August 2021

Die Augsburger Zeitung

Afghanistan: Das Ende der Politik, der Untergang des politischen Establishments

Anmerkungen zu Afghanistan

Kommentar von Siegfried Zagler

Die Nachrichten und Bilder, die uns bisher aus Afghanistan erreichten und uns noch länger heimsuchen werden, sind eine schmerzvolle Unerträglichkeit. Grundschuld und Mitverantwortung sind von den hiesigen Medien sehr genau kommentiert und schonungslos analysiert worden. Zu kurz kam dabei allerdings der Sachverhalt, dass es in den vergangenen Jahren und Monaten nicht die Innenministerien, nicht die Ämter oder gar der Ehrenbürger der Stadt Augsburg, nämlich Innenminister Horst Seehofer waren, die die Sicherheitslage in Afghanistan richtig einschätzten, sondern die NGOs, Flüchtlingsräte sowie Geflüchtete und deren Angehörigen vor Ort. Afghanistan war nie sicher.

Und dennoch wurden bis vor zwei Wochen Asylanträge abgelehnt und medienwirksam nach Afghanistan abgeschoben. Eine Wahrheit im Zerrbild und im Versagen bezüglich der deutschen Politik, die nun in ihrer größten Vertrauenskrise der Nachkriegsgeschichte angekommen ist, besteht darin, dass einer ungeheuer großen Personengruppe von deutschen Behörden Schutz verwehrt wurde, der ihnen gemäß Grundgesetz zugestanden hätte. Unzählige Verwaltungsvorgänge sind demnach hierzulande festzuhalten, die Handlungsweisen eines Unrechtsstaats ähneln. Dies darf niemals vergessen werden!

Nach dem Afghanistan-Desaster steht kein Stein mehr auf dem anderen. Das Restvertrauen in die deutsche Politik scheint während der Corona-Krise, nach der Flutkatastrophe nun und wegen Afghanistan pulverisiert. Als “Ende der Politik”, als “Untergang des politischen Establishments” wurde Donald Trumps Regentschaft in den USA bezeichnet. Wir sind in Deutschland nicht mehr weit davon entfernt.

In diesem Zusammenhang muss an das zynische Gefeixe Seehofers erinnert werden, der sich vor drei Jahren an seinem 69. Geburtstag darüber freute, dass 69 Personen nach Afghanistan abgeschoben wurden. Schaut man sich dieses Statement heute auf You Tube an, schämt man sich in Grund und Boden. Horst Seehofer als noch aktiven Politiker zum Augsburger Ehrenbürger zu ernennen, stellt einen ebenso beschämenden Vorgang dar, der schnellstmöglich rückgängig gemacht werden sollte.

Erstmalig in der Geschichte der BRD befinden sich beide “Volksparteien” in Umfragen einem Monat vor der Bundestagswahl leicht über 20 Prozent. Für die SPD ist das ein Aufschwung, für die Union ein Einbruch, ein Absturz, der wohl in erster Linie ihrem Kanzlerkandidaten geschuldet ist. Das Staatsversagen bezüglich Afghanistan scheint diesen Trend zu verfestigen, da die Unionsparteien für eine rigide Asylpolitik bezüglich Afghanistan stehen.

Noch hält man den Atem an, bangt und hofft darauf, dass so viele gefährdete Menschen wie möglich die Ausreise gelingt, dass die Fluchtkorridore länger geöffnet bleiben als prognostiziert. Dann aber beginnt die Zeit der Aufarbeitung. Beginnt die Zeit der Abrechnung, die dieses Mal, so die Hoffnung, an der Wahlurne stattfindet.

 

 

 

 

geschrieben von sz am 26. August 2021 um 12:53.

25. August 2021

Die Augsburger Zeitung

Vorsicht: Mutmaßliche Betrüger bieten Wasserproben an

Die Stadtwerke Augsburg machen in einer Pressemitteilung darauf aufmerksam, dass aktuell mutmaßliche Trickbetrüger unterwegs sind, die sich auch als Mitarbeiter der Stadtwerke Augsburg (swa) ausgeben.

Sie sprechen insbesondere ältere Personen auf der Straße an und bieten an, in den Wohnungen kostenlose Wasserproben zu nehmen. Vermutlichen wollen sie sich Zugang zu Wohnungen und Häusern verschaffen, unter dem Vorwand die Trinkwasserqualität zu prüfen. Die Stadtwerke Augsburg raten grundsätzlich zur Vorsicht sowohl an der Haustür als auch am Telefon. Es komme immer wieder vor, dass sich Trickbetrüger oder Drückerkolonnen im Auftrag von Konkurrenten als Mitarbeiter der Stadtwerke ausgeben und vertrauliche Daten ausspähen oder sich Zutritt zu Wohnungen oder Häusern verschaffen wollen.

So sollten niemals Kundendaten, Zählernummern oder gar Kontonummern an der Haustür oder am Telefon mitgeteilt werden. „Wir kennen unsere Kunden, kennen Zählernummern, Kundennummern und alle notwendigen Daten und fragen niemals am Telefon danach“, so swa-Sprecher Jürgen Fergg. Bei Anrufen sollte man sich immer die Telefonnummer des Mitarbeiters geben lassen und im Zweifelsfall dort zurückrufen.

An der Haustür sollte man sich auf jeden Fall den Dienstausweis zeigen lassen. „Wer tatsächlich für die swa tätig ist, hat immer einen Dienstausweis dabei“, so Fergg. Kann kein Dienstausweis vorgezeigt werden, sollte Personen der Zutritt zur Wohnung verweigert werden.

Sicherheitshalber können Kunden immer bei den swa unter der Telefonnummer 0821 / 6500-5500 erfragen, ob es sich bei der Person um einen Mitarbeiter der Stadtwerke Augsburg handelt. Kann sich die Person nicht ausweisen, kann auch die Polizei zentral unter 0821 / 323-0 oder jede Polizeidienststelle verständigt werden. Unter der Notrufnummer 110 werden ebenfalls Anfragen und Hinweise angenommen.

geschrieben von sz am 25. August 2021 um 09:59.

Coronavirus in Augsburg: 71 Neuinfektionen – 7-Tage-Inzidenz bei 84,6

Die Zahl der Neuinfektionen steigt und steigt: Die Stadt Augsburg meldet 71 neue Covid-19-Fälle. 

Insgesamt hat das Gesundheitsamt bisher 19.003 Infektionen mit dem Coronavirus in Augsburg gemeldet. 18.197 Personen gelten als genesen, 400 sind aktuell infiziert, 406 Personen sind verstorben.

Für Augsburg wurden bisher 4.961 Mutationen bestätigt. Der Anteil der Fälle mit Mutationen an der 7-Tage-Inzidenz lag zuletzt bei bis zu 86,5 Prozent. Die 7-Tage-Inzidenz im Stadtgebiet Augsburg liegt laut Robert Koch-Institut (RKI) aktuell bei 84,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

 

geschrieben von sz am 25. August 2021 um 09:51.

24. August 2021

Die Augsburger Zeitung

Impf-Appelle: Stadt Augsburg fordert zur Impfung auf

Alle Covid-19-Patienten, die derzeit im Klinikum intensiv behandelt werden müssen, waren und sind nicht geimpft. Zirka 90 Prozent der positiv Getesteten stammen aus dem zirka 40-prozentigen Bevölkerungsanteil der Nichtgeimpften. Für diese Gruppe gibt es allerdings genügend Impfangebote, weshalb die Stadt Augsburg ihre Appelle und ihre Impfstrategie unvermindert fortsetzt.

© DAZ

Die Stadt Augsburg setzt ihre dezentrale Impfstrategie gegen das Coronavirus weiterhin fort. „Wo es uns möglich ist, wollen wir Anreize setzen, damit sich möglichst viele Augsburger Bürgerinnen und Bürger impfen lassen. Die Impfung beendet letztlich die Pandemie. Bis es soweit ist, ermöglicht es uns der Piks, unseren Alltag einigermaßen normal und ohne Einschränkungen zu leben“, so Oberbürgermeisterin Eva Weber.

Aktuelle Intensiv-Fälle nicht geimpft

Eine entsprechende Bitte um Fortsetzung der dezentralen Impfmöglichkeiten und -anreize, hatte am Wochenende auch das Uniklinikum an die Stadt gerichtet. Immerhin ist am Klinikum die Zahl der Corona-Fälle in den zurückliegenden zehn Tagen wieder gestiegen. Das betrifft (Stand Montag, 23. August, 9:20 Uhr) die Normalstation mit derzeit sieben Fällen ebenso, wie die Intensivstation, wo acht Erkrankte im Alter zwischen 25 und 60 Jahren behandelt werden müssen. Keiner der Patientinnen und Patienten war nach Angaben des UKA geimpft.

Ältere deutlich weniger betroffen

Warum sich das Impfen gegen Covid-19 bewährt, zeigt etwa auch die Zahl der bislang im August positiv Getesteten. Wie das Gesundheitsamt der Stadt mitteilt, waren es Stand Freitag, 20. August, 356. „Im Unterschied zu den beiden ersten Corona-Wellen, in denen deutlich mehr ältere Personen über 70 Jahre betroffen waren, ist es jetzt die Altersgruppe der 19- bis 30jährigen. Dieser Trend in der Altersverteilung hat sich bereits im Frühjahr abgezeichnet. Er ist ein klarer Hinweis darauf, dass in den Altersgruppen, in denen viel geimpft wurde, auch weniger Infektionen auftreten. In Augsburger Senioreneinrichtungen etwa hat es seit diesem Frühjahr kein Ausbruchsgeschehen mehr gegeben“, so Bernhard Bobinger, Mediziner im Gesundheitsamt der Stadt Augsburg.

Impfung schützt vor schweren Verläufen

Von den im August positiv Getesteten waren nur eine Minderheit von elf Prozent vollständig geimpft. „Es gibt diese Fälle von Geimpften, die positiv getestet werden und sogar versterben. Doch das sind Ausnahmen und Einzelfälle. Zur Wahrheit gehört vielmehr auch, dass stationäre Verläufe nur bei denjenigen aufgetreten sind, die eben nicht geimpft waren“, berichtet Bernhard Bobinger. Der Mediziner leitet daraus klar die Erkenntnis ab, „dass eine Impfung vor einer Ansteckung und insbesondere vor schweren Krankheitsverläufen schützt. In der Regel ist die Impfung der einzig mögliche Weg aus der Pandemie. Diese Beobachtung, die statistisch wie medizinisch belegt ist und in vielen Ländern gemacht wurde, gilt auch für Augsburg“, so Bobinger.

Unkomplizierte Alltagsbewältigung dank Impfung

Universitätsklinikum Augsburg © DAZ

Auch Oberbürgermeisterin Eva Weber verweist nachdrücklich darauf, wie wichtig es ist, durch das Impfen zu verhindern, dass Intensivstationen in Krankenhäusern und vor allem das Personal überlastet werden. „Eine solche Entwicklung samt nachfolgendem Lockdown darf sich nicht wiederholen. Dazu können alle ungeimpften Personen einen ganz wichtigen Beitrag leisten, indem sie vom Impfangebot in der Stadt Gebrauch machen und sich gegen Covid-19 impfen lassen“, so OB Eva Weber. Darüber hinaus verweist Weber auf die Tatsache, dass sich mit einer Impfung Vieles unkomplizierter bewerkstelligen lässt. „Geimpfte haben nirgendwo Zutrittsbeschränkungen. Ein Konzert- oder Theaterbesuch ist für sie genauso spontan möglich, wie ins Restaurant zu gehen, zu verreisen oder ohne Risiko die Eltern oder Großeltern zu besuchen. Deshalb lohnt es sich, von unserm Impfangebot in der Stadt Gebrauch zu machen“, so OB Eva Weber.

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Aktuelle dezentrale Impfangebote in Augsburg:

  •  Augsburger Stadtmarkt, Fuggerstraße 12 a: Geimpft wird bis einschließlich Freitag, 3. September, Dienstag bis Samstag von 9 bis 15 Uhr.
  •   Plärrergelände, Langenmantelstraße 10: Geimpft wird bis einschließlich Sonntag, 12. September, Donnerstag bis Sonntag von 14 bis 20 Uhr.
  •   Oberhausen, Werner-Egk-Schule (Vorplatz), Hirblinger Straße 2a: Geimpft wird ab Dienstag, 24. August, bis Donnerstag, 9. September, Montag bis Freitag von 9 bis 15 Uhr.

 Lechhausen, Grüner Kranz (Vorplatz), Neuburger Str. 45: Dienstag, 14. bis Donnerstag, 30. September, Montag bis Freitag 9 bis 15 Uhr.

geschrieben von sz am 24. August 2021 um 12:48.

Baumkontrollen: Stadt sperrt Teilbereiche der Kanustrecke aus Sicherheitsgründen

Teilbereiche der Kanuslalomstrecke sind vorübergehend gesperrt – Bei einer Baumkontrolle wurden abgestorbene Bäume als Gefahrenquelle identifiziert.

Augsburger Kanustrecke © DAZ

Das Sport- und Bäderamt hat heute darüber informiert, dass Teilbereiche der Kanuslalomstrecke für den Wassersport gesperrt wurden. Von abgestorbenen Eschen geht eine akute Gefährdung für die Sporttreibenden auf der Kanustrecke aus.

Der Hauptstadtbach und der Neubach stehen ab dem Kegelleistungszentrum bis zu deren Zusammenfluss auf der Höhe des Vereinsgrundstückstücks des FC Augsburg-Hochzoll e.V. vorübergehend nicht für Wassersport zur Verfügung. Die Beschilderung vor Ort zeigt den Sportlerinnen und Sportlern den vorzeitigen Ausstieg an.

Die zuständigen Mitglieder vom FC Augsburg-Hochzoll e.V. bemühen sich in Zusammenarbeit mit der Sportverwaltung der Stadt Augsburg um eine rasche und zeitnahe Lösung. Sobald die Verkehrssicherheit wiederhergestellt ist, wird die Strecke wieder freigegeben. Öffentlichkeit wie Vereinssport werden entsprechend informiert.

geschrieben von sz am 24. August 2021 um 12:30.

Coronavirus in Augsburg: 40 Neuinfektionen / 7-Tage-Inzidenz bei 77,6 (RKI) – Kein weiterer Todesfall

Die Stadt Augsburg meldet 37 neue Covid-19-Fälle

Insgesamt hat das Gesundheitsamt bisher 18.933 Infektionen mit dem Coronavirus in Augsburg gemeldet. 18.165 Personen gelten als genesen, 362 sind aktuell infiziert, 406 Personen sind verstorben.

Die 7-Tage-Inzidenz im Stadtgebiet Augsburg liegt laut Robert Koch-Institut (RKI) aktuell bei 77,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

 

geschrieben von sz am 24. August 2021 um 12:23.

22. August 2021

Die Augsburger Zeitung

Stadt Augsburg gratuliert den Fuggerschen Stiftungen zum 500-jährigen Jubiläum der Fuggerei

Die weltweit bekannte und älteste bestehende Sozialsiedlung feiert in diesem Jahr ihr 500-jähriges Wirken in Augsburg. Die Stadt Augsburg würdigt dieses Jubiläum mit einer bemerkenswerten Sonderausstellung und einem Banner am Verwaltungsgebäude.

Bildquelle: Stadt Augsburg

„Ein wichtiges und wunderbares Jubiläum für Augsburg als Fugger-, Stifter- und Friedensstadt. Mit seiner Unterschrift auf der Stiftungsurkunde hat Jakob Fugger am 23. August 1521 im wahrsten Sinne des Wortes Stadtgeschichte geschrieben. Ich bin gespannt auf das Programm im Jubiläumsjahr und freue mich auf die next 500.“, so Oberbürgermeisterin Eva Weber in einer Pressemitteilung der Stadt.

Grußbotschaft am Verwaltungsgebäude

„Ohne dich würde uns was fehlen. Und der ganzen Welt.“ Mit einem über 90 qm großen Banner am Verwaltungsgebäude gratuliert die Stadt Augsburg der Fuggerei zum 500-jährigen Jubiläum. Die Stadt Augsburg möchte das Jubiläum zum Anlass nehmen, den Bürgerinnen und Bürgern tiefere Einblicke in die Stiftungskultur der Stadt zu geben: Die Stadt Augsburg selbst verwaltet satzungsgemäß 47 eigenständige rechtsfähige Stiftungen mit breit gefächerten Stiftungszwecken. Darunter Stiftungen, die Jugend und Weiterbildung fördern, die bei Armut und Krankheit helfen, sowie Wohnraum anbieten. Einige davon blicken auch auf Jahrhunderte bewegte Geschichte zurück und unterhalten einen reichen Schatz an stadtbildprägenden historischen Gebäuden.

Ab Ende August 2021 kann eine Auswahl dieser historischen Stiftungen mit ihren denkmalgeschützten Gebäuden bei einem Spaziergang zusammen mit Stadtführerin Birgit Ritter entdeckt werden. Jede Führung ist ein Eintauchen in die traditionsreiche Stiftungsgeschichte und die Entwicklung der Stiftungen vom Stiftungsakt bis in die jüngste Gegenwart. Die Führungen finden an folgenden Terminen statt:

Samstag, 28.08.2021 16:00 Uhr Sonntag, 29.08.2021 16:00 Uhr Sonntag, 05.09.2021 16:00 Uhr Samstag, 18.09.2021 15:30 Uhr Sonntag, 19.09.2021 15:30 Uhr Samstag, 09.10.2021 15:30 Uhr Sonntag, 10.10.2021 15:30 Uhr Samstag, 16.10.2021 15:30 Uhr Sonntag, 17.10.2021 15:30 Uhr – Treffpunkt für alle Führungen ist das Tor am St. Jakobsstift, Mittlerer Lech 5, dem heutigen Sitz der städtischen Stiftungsverwaltung. Die Führungen sind kostenfrei.

Sonderausstellung zum 500-jährigen Jubiläum der Fuggerei

Die eigens zum Fuggerei-Jubiläum konzipierte Sonderausstellung „Stiften gehen! Wie man aus der Not eine Tugend macht“ beginnt ab 28. August 2021 im Maximilianmuseum und wird bis 28.11.2021 gezeigt.

Um die Fuggerei-Gründung zu verstehen und aktuellen Diskursen eine historische Projektionsfläche zu bieten, veranschaulicht sie, wie die Gesellschaft des 16. Jahrhunderts auf Krisen reagierte, aber auch warum Stiftungen urmenschliche Phänomene sind. Unterschiedlichste Akteure aus der Augsburger Stadtgesellschaft sowie der Kunst- und Kulturszene sind an den verschiedensten Elementen der Ausstellung beteiligt.

Wie diese Ausstellung entstanden ist, zeigt die Sonderseite im Webportal der Kunstsammlungen und Museen Augsburg www.kmaugsburg.de/stiften-entsteht.

geschrieben von sz am 22. August 2021 um 11:40.

FCA in Frankfurt: Erster Punktgewinn im ersten Auswärtsspiel

Nach der 0:4 Auftakt-Niederlage gegen die TSG Hoffenheim kam der FCA bei seinem ersten Auswärtsspiel nach großer kämpferischer Leistung zu einem torlosen Unentschieden gegen die Frankfurter Eintracht.

Von Udo Legner

Nach der 0:4 Heim-Pleite gegen Hoffenheim nahm FCA-Coach Markus Weinzierl im ersten Auswärtsspiel in der Frankfurter Arena vor 22.000 Zuschauern – 25.000 Tickets hätten zur Verfügung gestanden – zwei Änderungen vor: Reece Oxford und Raphael Framberger ersetzten Kapitän Gouweleeuw (Adduktorenverletzung) und Jensen (Bank).

FCA im Defensiv-Modus

Der FCA fand gut in die Partie und hatte in der Anfangsphase mehr Spielanteile, ohne daraus Kapital zu schlagen. Abschlüsse waren Fehlanzeige und von Torchancen war erst gar nicht zu reden. Ohne den angeschlagenen Kapitän Jeffrey Gouweleeuw beschränkte sich der FCA erst einmal auf eine kompakte Defensive. Die Frage, ob Markus Weinzierl diese Marschroute für seine Mannschaft nur für die Anfangsphase vorgegeben hatte, wurde durch den weiteren Spielverlauf hinfällig. Nach einer hektischen und zerfahrenen ersten Viertelstunde, die von vielen harten Zweikämpfen und noch mehr Ballverlusten auf beiden Seiten geprägt war, rauschte der frühere FCA-Haudegen Martin Hinteregger in einem Luftduell (17.)  mit Florian Niederlechner zusammen. Beide Spieler mussten behandelt werden. Nach längerer Spielunterbrechung ging es für Hinteregger weiter, während Niederlechner sichtlich benommen und mit einer Platzwunde für Fredrik Jensen Platz machen musste. Die Auswechslung des einzigen nominellen FCA-Stürmers führte dazu, dass die bis dahin enttäuschende Eintracht Mitte des ersten Durchgangs besser ins Spiel kam und sich erste Torgelegenheiten erspielen konnte.

Bei den Abschlüssen von Milan-Leihgabe Jens Petter Hauge (38./41.) zeigte sich FCA-Keeper Gikiewicz auf dem Posten. Dank des im Vergleich zum Heim-Debakel gegen Hoffenheim deutlichen Formanstieg des polnischen Schlussmanns sowie der gut funktionierenden neu formierten  FCA-Fünferabwehrkette ging es torlos in die Pause.

Fazit zur Halbzeit: Nach der Auswechslung von Niederlechner war von der Augsburger Offensive wenig, wenn nicht nichts, zu sehen. Da die nötige Unterstützung aus dem Mittelfeld fehlte, konnten sich weder André Hahn, noch Ruben Vargas und Jensen in Szene setzen.

Der FCA verzichtete auf weitere Auswechslungen zur Pause, wurde aber bereits zwei Minuten nach Wiederanpfiff zu einer weiteren Umstellung gezwungen. Jan Moravek zog sich bei einer Balleroberung eine Muskelverletzung zu und musste für Carlos Gruezo (48.) Platz machen.

Im weiteren Spielverlauf rückte Augsburgs Keeper Gikiewicz noch mehr in den Mittelpunkt. Erst parierte er einen Schuss von Kostic (54.), dann wehrte er einen von Gruezo (Handspiel) verschuldeten Freistoß für die Frankfurter souverän ab, den Lindström aus 18 Metern Distanz abfeuerte. Wie aus heiterem Himmel ergab sich inmitten dieser Drangphase der Frankfurter die Chance zur Führung für den FCA. Eintracht-Keeper Kevin Trapp hatte nach einem Rückpass beim Spielaufbau gepatzt und den Ball Gruezo in die Füße gespielt. Gruezos Bogenlampe flog zielgenau Richtung leeres Eintracht-Tor, senkte sich dann aber auf das Tornetz.

Eine Torchancen dieser Größenordnung als bei sollte es für den FCA nicht mehr geben, auch wenn sich durch den von FCA-Coach Markus Weinzierl vorgenommenen dreifachen Wechsel (72.) – Daniel Caligiuri, Michael Gregoritsch  und Mads Pedersen kamen für Dorsch, Hahn und Framberger ins Spiel – noch die ein oder andere Halbchance ergab. In der Schlussphase kam allein die Frankfurter Eintracht durch Rafael Borré (78.) zu weiteren Chancen, die von Rafael Gikiewicz allesamt vereitelt wurden. Mit viel Leidenschaft und dem Glück des Tüchtigen rettete der  FCA das torlose Unentschieden über die Nachspielzeit. 

Nach diesem ersten Punktgewinn am zweiten Spieltag konnte der FCA die rote Laterne an die Berliner Hertha abgeben und kletterte – für wenigstens eine Nacht punktgleich mit Bayern München!  – auf Platz 17. Vor dem nächsten Heimspiel gegen Leverkusen (Samstag, 15.30 Uhr) geht es darum, die Worte von Keeper Gikiewicz zu beherzigen: „Wir müssen mit dem Ball trotzdem mehr zeigen, denn wie in Frankfurt 90 Minuten nur verschieben und hinten stehen, ist auch nicht einfach.“

FCA: Gikiewicz – Framberger (72. Caligiuri), Gumny, Oxford, Uduokhai, Iago –  Dorsch (72. Pedersen) – Moravek (47. Gruezo) – Hahn (72. Gregoritsch), Niederlechner (17. Jensen), Vargas

geschrieben von sz am 22. August 2021 um 11:29.

21. August 2021

Die Augsburger Zeitung

Coronavirus in Augsburg: 18 Neuinfektionen 7-Tage-Inzidenz bei 55,3

Die “RKI-Inzidenz” liegt nun in Augsburg drei Tage in Folge über 50. Ab kommenden Montag gelten deshalb neue Infektionsverordnungen.

Die 7-Tage-Inzidenz im Stadtgebiet Augsburg liegt laut Robert Koch-Institut (RKI) aktuell bei 55,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Drei Tage in Folge – am 19., 20. und 21. August – hat die 7- Tage-Inzidenz im Stadtgebiet Augsburg den Wert 50 überschritten. Die Stadt Augsburg hat am heutigen Samstag dazu eine amtliche Bekanntmachung veröffentlicht (augsburg.de/bekanntmachungen). Ab Montag, 23. August 2021, 00:00 Uhr gelten im Stadtgebiet Augsburg die in der Verordnung aufgelisteten Regeln.

Diese besagen, dass bereits ab einem Inzidenzwert von 35 nur nachweislich negativ getestete, komplett geimpfte oder genesene Personen Zugang zu Veranstaltungen in Innenräumen (z. B. öffentliche und private Veranstaltungen, Sport, Führungen, Bäder, Saunen, körpernahe Dienstleistungen, Gastronomie, kulturelle Veranstaltungen) erhalten bzw. daran teilnehmen können.

Ausgenommen von der Testpflicht sind Kinder bis zum sechsten Geburtstag und Schülerinnen und Schüler, die regelmäßig im Schulunterricht getestet werden.

Weitere Regelungen unter www.augsburg.de/infektionsschutz oder unter www.bayern.de

geschrieben von sz am 21. August 2021 um 16:27.

FCA erkämpft in Frankfurt ein 0:0

Der FC Augsburg hat dank einer überragenden Innenverteidigung und einem starken Torhüter bei der Frankfurter Eintracht einen Punkt ergattert. 

Von Siegfried Zagler

Dass die Augsburger die Partie ohne Gegentreffer überstanden, hatte aber auch mit der schlechten Chancenauswertung der Frankfurter zu tun, die weder besonders druckvoll noch strukturiert ihre Angriffe vortrugen. Allein Eintrachts Hauge vergab in Halbzeit eins zweimal freistehend vor Gikiewicz (38./41).

In der zweiten Halbzeit das gleiche Spiel: Augsburg fügte sich in seine fußballerische Unterlegenheit und spielte bei Ballbesitz fahrig und konzeptlos nach vorne. Und dennoch wäre der FCA ums Haar in Führung gegangen, als Frankfurts Keeper Trapp patzte und Gruezo knapp mit einer Bogenlampe scheiterte. 

Bis zu diesem Geschenk fand das Angriffsspiel des FCA nicht statt. Nun erhöhte Frankfurt die Schlagzahl, stellte sich aber im letzten Drittel weiterhin umständlich an. Erst als FCA-Trainer Markus Weinzierl in der 72. Minute einen Dreifachwechsel vornahm (Pedersen für Dorsch, Caligiuri für Framberger und Gregoritsch für Hahn) sorgte der FCA für Betrieb Richtung Eintracht-Tor. Nach fünf Minuten war der Augsburger “Angriffswirbel” allerdings vorbei.

In der Schlussphase zeigte sich die FCA-Verteidigung konzentriert und hielt die schwache Eintracht-Offensive relativ mühelos in Schach. Ein Spielbericht von Udo Legner folgt.

geschrieben von sz am 21. August 2021 um 16:17.

17. August 2021

Die Augsburger Zeitung

Coronavirus in Augsburg: 10 Neuinfektionen / 7-Tage-Inzidenz bei 43,8

Die RKI-Inzidenz liegt nun drei Tage in Folge über 35. Daraus ergeben sich verschärfte Infektionsschutzmaßnahmen.

Die Stadt Augsburg meldet zehn neue Covid-19-Fälle mit Meldedatum Montag, 16. August. Somit hat das Augsburger Gesundheitsamt bisher 18.701 Infektionen mit dem Coronavirus in Augsburg gemeldet. 18.070 Personen gelten als genesen, 225 sind aktuell infiziert, 406 Personen sind verstorben.

Die 7-Tage-Inzidenz im Stadtgebiet Augsburg liegt laut Robert Koch-Institut (RKI) aktuell bei 43,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

Weniger Zuschauerinnen und Zuschauer

Drei Tage in Folge – am 15., 16. und 17. August – hat die 7-Tage-Inzidenz im Stadtgebiet Augsburg den Wert 35 überschritten. Die Stadt Augsburg hat am heutigen Dienstag dazu eine amtliche Bekanntmachung veröffentlicht (augsburg.de/bekanntmachungen).

Ab Donnerstag, 19. August 2021, 00:00 Uhr gelten im Stadtgebiet Augsburg die in der 13. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (13. BayIfSMV) festgelegten, inzidenzabhängigen Regelungen. Bei Sportveranstaltungen und kulturellen Veranstaltungen unter freiem Himmel sind dann maximal 1500 Zuschauer beziehungsweise Teilnehmende zugelassen. Finden die Veranstaltungen in Gebäuden statt, sind maximal 1000 Personen zulässig. Der Mindestabstand von 1,5 Meter muss jeweils eingehalten werden.

 

geschrieben von sz am 17. August 2021 um 15:03.

Stichwahl zum Behindertenbeirat: Bis zum 3. September läuft die zweite Runde

Die Wahl des neuen Behindertenbeirates geht in eine zweite Runde

24 Mitglieder des Gremiums werden direkt gewählt. In der ersten Runde der Wahl, die im Juli 2021 als Briefwahl stattfand, konnten davon 22 Sitze erfolgreich besetzt werden. Um die restlichen zwei Plätze besetzen zu können, muss nun eine Stichwahl stattfinden, nachdem fünf Personen exakt die gleiche Stimmenanzahl erhalten haben. Darum muss nun zwischen diesen Personen ein zweiter Wahlgang, wieder per Brief, stattfinden. Die zwei Personen, die dabei am meisten Stimmen bekommen, gehören dann dem Behindertenbeirat an.

Wahlberechtigt sind Personen ab 18 Jahren mit einem amtlich festgestellten Grad der Behinderung (Schwerbehindertenausweis oder Bescheid des Versorgungsamtes) und Hauptwohnsitz in Augsburg. Die Stimme muss bis Freitag, 3. September, per Post beim Behindertenbeirat eingegangen sein, oder bis zum Stichtag direkt in den Briefkasten: Behindertenbeirat, Mittlerer Lech 5, 86150 Augsburg, eingeworfen werden.

Rückfragen werden von der Geschäftsstelle des Behindertenbeirates entgegengenommen. (Tel. 0821 324-4330 behindertenbeirat@augsburg. de).

Wahlberechtigt sind auch die Personen, die bei der ersten Wahlrunde nicht teilgenommen haben. Infos zur Stichwahl sind auch unter augsburg.de/behindertenbeirat zu finden.

 

geschrieben von sz am 17. August 2021 um 14:57.